Antriebstechnik: Das Kett-Car kommt zurück

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Der Marktanteil von Motoren mit Steuerketten soll in der Zukunft deutlich steigen. Zeit, sich mit diesem Antriebsorgan zu beschäftigen, das bei Weitem nicht mehr so unendlich haltbar ist wie vor vielen Jahren.

Schaeffler führt auch Schulungen zur Arbeit an Kettenmotoren durch – hier erklärt Trainer Jens Meyer die Feinheiten eines Opel-Vierzylinders.
Schaeffler führt auch Schulungen zur Arbeit an Kettenmotoren durch – hier erklärt Trainer Jens Meyer die Feinheiten eines Opel-Vierzylinders.
(Bild: Rosenow)

Kette oder Riemen – dieser Zweikampf prägt die Antriebstechnik, seit der bayerische Autobauer Andreas Glas im Jahr 1962 den ersten Motor mit Zahnriemen vorstellte. Nach langer Dominanz des Gummizugs vor allem im europäischen Motorenbau scheint sich das Blatt nun zu wenden: Beträgt der Marktanteil beider Bauarten in Europa heute noch jeweils 50 Prozent, so soll die Kette bis 2030 mit rund 80 Prozent die Vorherrschaft erlangen.

Das liegt zum einen am erwarteten Rückgang des Dieselanteils – Diesel sind überwiegend mit Zahnriemen ausgestattet – und am Wechsel großer Player wie Ford oder Fiat zur Kette. Diese Einschätzungen stammen vom Automobilzulieferer Schaeffler, und auf dessen Neutralität kann man insofern vertrauen, als er beide Techniken im Programm hat. Den Franken kann es also egal sein, ob die Kette oder der Riemen am Ende gewinnt.