Antriebstechnik: Hybrid von Anfang an

Autor / Redakteur: Gernot Goppelt / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Es gibt einen neuen Kandidaten auf der Bühne der Hybridtechnik – das DHT alias Dedicated Hybrid Transmission. Konsequent auf seine Doppelrolle ausgelegt, soll es den Hybridantrieb sparsamer machen.

Der Voltec II von GM: Das Getriebemodul umfasst die zwei E-Maschinen und Planetenradsätze. Rechts ist die Schnittstelle zum Verbrennungsmotor.
Der Voltec II von GM: Das Getriebemodul umfasst die zwei E-Maschinen und Planetenradsätze. Rechts ist die Schnittstelle zum Verbrennungsmotor.
(Foto: GM)

Einmal im Jahr findet in Berlin das internationale „CTI Symposium Fahrzeuggetriebe, HEV- und EV-Antriebe“ statt, das sich über viele Jahre von einer Getriebetagung zu einer Veranstaltung gemausert hat, die sich immer intensiver mit Hybrid- und Elektroantrieben befasst. Das 14. Symposium im Dezember 2015 hatte eine Überraschung zu bieten, die vor diesem Hintergrund aber folgerichtig erscheint: das DHT – eine neue Definition für Hybridantriebe, die von vornherein darauf ausgelegt sind („dediziert“), nur als Hybrid zu funktionieren.

War da nicht schon einmal etwas? Das DHT adelt gewissermaßen im Nachhinein den Hybrid Synergy Drive von Toyota, der erstmals 1997 im Prius eingesetzt wurde und genau der Definition dieser Kategorie entspricht. Würde man nur eine der E-Maschinen bei Toyotas leistungsverzweigtem Hybrid entfallen lassen, wäre er nicht mehr funktionsfähig. Das ist bei üblichen Parallelhybriden natürlich nicht der Fall: Wenn beispielsweise VW bei seinen Hybriden die E-Maschine zwischen Motor und Getriebe wegnimmt, bleibt ein funktionsfähiger Verbund von Motor und Doppelkupplungsgetriebe übrig.