Anwenderbericht: Cars Vivendi

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Das Autohaus Jansen aus Viersen ist seit einigen Jahren erfolgreicher Cars-Vivendi-Partner. Jetzt plant das Unternehmen einen eigenen Ausstellungsraum für das Mehrmarkengeschäft.

„Die alten Zeiten sind zurück!“ So beschreibt Klaus Tocki, Geschäftsführer des Autohauses Jansen in Viersen, seine Zusammenarbeit mit Cars Vivendi. „Die Mitarbeiter des Multimarkenhandels- und -werkstattkonzepts gehen immer freundlich und fair mit ihren Partnern um. Dies ist keine übliche Kunden-Lieferanten-Beziehung, sie basiert vielmehr auf großem Vertrauen.“

Das Autohaus nahe der holländischen Grenze war von 1983 bis 2001 Nissan-Vertragshändler. Heute liegt nur noch ein Servicevertrag mit dem Importeur in Tockis Schublade, zusätzlich noch einer von Peugeot – das Autohaus ist zudem als Vermittler von Neuwagen der beiden Marken tätig. „Nissan hat 2001 seine Partnerverträge umgestellt und uns in diesem Zuge gekündigt“, sagt Tocki. Zu diesem Zeitpunkt hat das Unternehmen damit begonnen, sich auf dem Markt der EU-Fahrzeuge zu bedienen, um die Einheiten auszugleichen, die durch den gekündigten Vertrag wegfielen.

Das erste Gespräch

Auf der Automechanika 2006 in Frankfurt begegnete Tocki Paul M. Fuchs, der als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied gerade dabei war, das Multimarkenhandels- und -werkstattkonzept Cars Vivendi an den Start zu bringen.

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Fuchs erklärte Tocki, worum es bei dieser Idee geht: Ähnlich einer Einkaufsgemeinschaft möchte Cars Vivendi seinen Partnern Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile zu günstigen Konditionen bieten, um den Ertrag im Autohaus zu steigern. Alle Bestellungen laufen online über den Händlerbereich von www.cars-vivendi.de.

Schon auf der Messe wurde das Autohaus Jansen der erste Partner von Cars Vivendi. „Bis dato hatten wir nur wenige Marken im Programm; nun können wir Fahrzeuge aller verfügbaren Hersteller anbieten“, sagt Tocki.

Das Multimarkenhandels- und -werkstattkonzept von Cars Vivendi soll laut Fuchs die Autohäuser dabei unterstützen, sich stärker auf Wechselkunden einstellen zu können. „Wer auf spezielle Wünsche und Kaufmotive der Autokäufer nicht eingeht, läuft Gefahr, seine Kunden zu verlieren“, sagt Fuchs.

Trotz großer Euphorie dauerte es knapp ein Jahr, bis Tocki seinen Bekanntheitsgrad als Multimarkenhändler etablieren konnte. „Mit der richtigen Werbung kann dieser Schritt aber auch wesentlich schneller gehen“, ist Tocki überzeugt. Cars Vivendi will seine Partner daher künftig mit gesonderter Werbung unterstützen. In Zusammenarbeit mit den angeschlossenen Autohäusern möchte das Unternehmen Werbeprospekte mit seinen Angeboten gestalten. Zusätzlich können die Partner auf einer Seite noch ihre Gebrauchtwagen anbieten.

Verkäuferschulungen

Cars Vivendi bietet den Mitarbeitern seiner Partner spezielle Schulungen an, um das webbasierte Bestellprogramm richtig zu bedienen. „Erst wenn sie das System beherrschen, macht es auch wirklich Spaß und spart ein paar Stunden Zeit pro Tag“, sagt Fuchs.

Bei Cars Vivendi erhalten die Händler Ersatzteile bis zu 60 Prozent unter dem Preis, den sie bei ihrem Hersteller bezahlt hätten. Zusätzlich gewährt das Unternehmen noch einen Bonus von zehn Prozent, wenn das Autohaus Verschleißteile für einen Betrag von über 2.500 Euro bestellt. Die Ersatzteile sind über Nacht lieferbar, und bestellte Fahrzeuge stehen laut Fuchs und Tocki nach maximal vier Wochen beim Händler – Bestandsfahrzeuge auch früher.

Ein eigener Ausstellungsraum

Noch bis Ende September 2009 hatte das Autohaus Jansen einen Daihatsu-Vertrag, den das Unternehmen aber selbstständig gekündigt hat. „Leider haben wir mit der Marke keine Perspektive mehr gesehen. Den frei werdenden Ausstellungsraum wollen wir nun dafür nutzen, das Geschäft mit EU-Fahrzeugen und Angeboten von Cars Vivendi zu füllen“, erklärt Tocki diesen Schritt.

2008 konnte das Autohaus Jansen 200 Fahrzeuge unter dem Label Cars Vivendi verkaufen – ungefähr 50 Prozent aller verkauften Neu- und Gebrauchtwagen. Im laufenden Jahr schätzt Tocki die Zahl schon auf 270 Einheiten von insgesamt 500 Fahrzeugen. „Mit Cars Vivendi gewinnen wir Kunden zurück: für den Handel und die Werkstatt“, erklärt der Geschäftsführer.

Jedes Autohaus erhält von Cars Vivendi eine eigene Unterseite auf www.cars-vivendi.de. Monatlich verzeichnet das Unternehmen schon 180.000 Zugriffe auf der Hauptseite. Die Unterseite des Autohauses Jansen freut sich über 1.600 Besucher pro Monat. Über eine Postleitzahlensuche können Autokäufer einen Händler in ihrer Nähe suchen. Zudem haben sie die Möglichkeit, das Fahrzeug- und Teileangebot sowie Sonderangebote einzusehen.

Viele Zusatzleistungen

Im geschlossenen Händlerbereich bietet Cars Vivendi eine Übersicht über alle verfügbaren Marken und Modelle. So können sich die Verkäufer in den Partnerbetrieben gezielt über die angebotenen Fahrzeuge informieren. Des Weiteren sind Kalkulationssysteme für Kostenvoranschläge, Rechnungserstellung, Bestandsanalysen sowie ein Finanzierungsrechner verfügbar. Der Händler habe einen direkten Einblick in die Lagerbestände der Lieferanten und die Verfügbarkeit von Reifen, Felgen, Ersatzteilen, Zubehör oder Autoglas. Bei speziellen Fragen bietet Cars Vivendi eine Hotline an.

Hersteller raten zu Cars Vivendi

Zudem stehen elektronische Werkstatthandbücher aller Fabrikate, Füllmengen für Motoröl, Schaltpläne, Drehmomente sowie Ein- und Ausbauanleitungen bereit. „Dennoch raten wir all unseren Cars-Vivendi-Markenpartnern dazu, ihre Herstellerverträge zu behalten“, sagt Fuchs. Über den Hersteller habe sich das Autohaus einen Namen gemacht und könne weiterhin Garantie- und Kulanzarbeiten abrechnen. „Wir möchten den Autohändlern aber bewusst machen, dass der Einkauf über eine große Markenverbundgruppe effizienter ist, zumal der Lieferant die Industrie ist, die auch den Großhandel beliefert.“ Laut Tocki raten sogar schon einige Hersteller und Importeure ihren Händlern dazu, Cars Vivendi in ihr Programm aufzunehmen, um die Werkstattauslastung zu verbessern.

Bislang zählt Cars Vivendi 100 Händler zu seinem Verbund. „Wir haben das Ziel, 250 Partner zu gewinnen“, sagt Fuchs: „Wir suchen Autohäuser mit maximal drei bis vier Standorten und wählen dabei gezielt aus. Die Händler müssen hinter unserem Konzept stehen.“ Vor allem sei es wichtig, nicht zwei Cars-Vivendi-Partner zu dicht beieinander zu platzieren. Anfragen von anderen Händlern aus der Region um Viersen wären schon bei Fuchs aufgelaufen, er habe diese aber zurückgewiesen, um dem Autohaus Jansen weiterhin eine exklusive Position bieten zu können.

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