Apollo baut Reifenfabrik in Ungarn
Der indische Reifenhersteller hat den Grundstein für ein europäisches Werk und damit für eine nachhaltige Bearbeitung des hiesigen Markts gelegt. 2017 will Apollo die Produktion starten.
Anbieter zum Thema

Kurze Lieferwege, hohe Qualität und eine flexible Produktion sind wichtige Voraussetzungen für Reifenhersteller, die den europäischen Markt erfolgreich bearbeiten wollen. Ein eigenes Werk in Europa – wenn möglich in einem Land mit niedrigen Arbeitskosten – ist da schon fast zwingend erforderlich.
Diesen Weg beschreitet nun der indische Reifenhersteller Apollo. Das Unternehmen hat den Startschuss für eine Fabrik in Ungarn gegeben und damit nach der Übernahme des niederländischen Anbieters Vredestein 2009 den zweiten wichtigen Schritt auf den größten Reifenmarkt der Welt gemacht. Der Produktionsstart im Werk Gyöngyöshalász ist für Anfang 2017 geplant. Im Werk sollen sowohl Reifen von Apollo als auch Vredestein für den gesamten europäischen Markt produziert werden.
Onkar S. Kanwar, Vorsitzender von Apollo Tyres Ltd., sagte während der Zeremonie: „In Anbetracht der Tatsache, dass wir bis vor wenigen Jahren in Europa noch gar nicht vertreten waren, stellt der heutige Tag für Apollo Tyres einen wichtigen Meilenstein dar. Denn nun werden wir bald über ein zweites Werk in Europa verfügen. Mit den neuen Kapazitäten in Ungarn fokussieren wir uns noch stärker auf den europäischen Markt.“
Standbein für das künftige OE-Geschäft von Apollo
In Gyöngyöshalász sollen jährlich bis zu 5,5 Millionen Reifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge sowie 675.000 Reifen für schwere Nutzfahrzeuge aus den Formen fallen. Das neue Werk liegt weniger als 100 Kilometer von Budapest entfernt und erfüllt die Anforderungen von Apollo Tyres, einschließlich der Nähe zu diversen OE-Herstellern als potenziellen Kunden.
Bereits zu Beginn des Jahres wurde mit der Rekrutierung für das neue Werk begonnen, und die Firma hat nach eigenen Angaben bereits Stipendienprogramme mit knapp 90 Technikern vereinbart, die ab 1. Juli als vertragliche Mitarbeiter übernommen werden. In der zweiten Hälfte des Jahres sollen 150 weitere Techniker zusammen mit qualifizierten Ingenieuren folgen.
(ID:43338250)