Apple-Auto IT-Konzern verzichtet auf autonomes Fahren

Von dpa 2 min Lesedauer

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Der Elektronikkonzern Apple hat seine Automobilpläne weiter verschoben und eingedampft. Erst 2028 ist mit einem Fahrzeug zu rechnen – und vom fahrerlosen Fahren ist es wohl trotz der langen Anlaufzeit weit entfernt.

Wie ein Apple-Car aussehen könnte, weiß noch niemald wirklich. Ende 2021 sorgte diese Computer-Animation für Aufsehen, da sie sich auf eingereichte Apple-Patente stützen soll.(Bild:  Vanarama)
Wie ein Apple-Car aussehen könnte, weiß noch niemald wirklich. Ende 2021 sorgte diese Computer-Animation für Aufsehen, da sie sich auf eingereichte Apple-Patente stützen soll.
(Bild: Vanarama)

Apple hat laut einem Medienbericht die Ambitionen bei der Entwicklung eines Elektroautos zurückgeschraubt und peilt nun eine Markteinführung für 2028 an. Statt ein weitgehend selbstfahrendes Auto zu bauen, wolle der iPhone-Konzern sich mit Fahrassistenz-Funktionen begnügen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg in der Nacht zum Mittwoch. Der Strategiewechsel sei nach Treffen des Verwaltungsrats mit Apple-Chef Tim Cook und Projektleiter Kevin Lynch beschlossen worden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Um Apples Autoprojekt ranken sich seit Jahren Gerüchte. Der Konzern soll schon vor Jahren potenziellen Partnern aus der Autobranche erste Prototypen gezeigt haben, dann wurde jedoch laut Medienberichten beschlossen, sich erst auf Software zum autonomen Fahren zu konzentrieren. Definitiv bekannt ist nur, dass Apple zu selbstfahrenden Fahrzeugen umgebaute Testwagen im Silicon Valley auf die Straße schickt.

Ende 2021 sorgten dann Computer-Bilder für Diskussionen in den sozialen Medien, die zeigen sollten, wie ein Apple-Car aussehen könnte. Das britische Leasing-Unternehmen Vanarama hatte die Bilder in Auftrag gegeben, die sich wiederum auf die Angaben von eingereichten Patenten stützten. Letztlich waren die Fotos aber Spekulation.

Der einst bei Apple als Auto-Projektleiter eingesetzte ehemalige Tesla-Manager Doug Field ging 2021 zu Ford, wo er das Elektroauto-Geschäft verantwortet. Ein Grund für Fields Abgang seien seine Zweifel gewesen, dass Apple sich überhaupt dazu durchringen wird, ein Fahrzeug auf den Markt zu bringen, schrieb damals Bloomberg. Der Konzern habe jahrelang an Antriebstechnik sowie Innen- und Außendesign gearbeitet, hieß es. Die Hoffnung im Unternehmen sei, mit den reduzierten Zielen einen kompletten Fahrzeug-Prototypen fertigzustellen. Apple habe über den neuen Ansatz bereits mit potenziellen Produktionspartnern in Europa gesprochen, meldet nun Bloomberg.

Fahrassistenz-Technik kann unter anderem Spur und Abstand halten sowie Überholmanöver durchführen. Dabei behält der Fahrer jedoch die Verantwortung und muss jederzeit bereit sein, wieder die Kontrolle zu übernehmen. Eigentlich wollte Apple Medienberichten zufolge sein Auto erst auf den Markt bringen, wenn die Software zum weitgehend autonomen Fahren bereit gewesen wäre. Doch dann habe der Konzern eingesehen, dass er dies nicht in absehbarer Zukunft schaffen werde.

Mit Fahrassistenz-Funktionen würde ein Apple-Auto eher heutigen Fahrzeugen von Tesla und anderen Herstellern ähneln. Der Konzern plant laut Bloomberg, später Fähigkeiten nachzurüsten.

Mit einem Start 2028 wäre Apple nicht der erste Elektronik-Konzern mit einem eigenen Auto: Sony will sein gemeinsam mit Honda entwickeltes Elektrofahrzeug unter dem Markennamen Afeela bereits 2026 auf den Markt bringen. Und auch der chinesische Elektronik-Konzern ist letztlich mit dem Smartphone groß geworden und hat erst in den letzten Jahren sein Autoprojekt angestoßen.

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