Armin Bolch: „Wir wollen vorne mitspielen“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Wolfgang Michel / Wolfgang Michel

Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und Petronas geht seit Kurzem über die Formel-1-Partnerschaft hinaus. Armin Bolch soll die Schmierstoffmarke weiterentwickeln – dabei spielt das deutsche Kfz-Gewerbe eine wichtige Rolle.

Armin Bolch: „Das Kfz-Gewerbe hat eine sehr große Bedeutung für Petronas. Erfolgreich bei den vielen Tausend Kfz-Meisterbetrieben zu sein, heißt, das richtige Angebotspaket zu haben.“
Armin Bolch: „Das Kfz-Gewerbe hat eine sehr große Bedeutung für Petronas. Erfolgreich bei den vielen Tausend Kfz-Meisterbetrieben zu sein, heißt, das richtige Angebotspaket zu haben.“
(Foto: Michel)

Redaktion: Seit 2010 ist Petronas Formel-1-Schmierstoffpartner von Mercedes-Benz. 2014 wurde diese Partnerschaft auf die MB-Serienfahrzeuge inklusive der AMG-Modelle ausgedehnt. Was bedeutet dies für das Schmierstoffgeschäft von Petronas in Deutschland?

Armin Bolch: Petronas ist strategischer Lieferant und Technologiepartner im First Fill (Anm. d. Redaktion: Erstbefüllung ab Werk) von Daimler, das ist ein starkes Statement für beide Seiten. Damit senden wir eine sehr wichtige Botschaft in die Automobilbranche. Schließlich kooperieren mit Mercedes-Benz und Petronas zwei weltweit agierende Unternehmen.

Soll sich das Erstausrüstungsengagement auf Mercedes beschränken, oder haben Sie weitere Autohersteller im Visier?

Wenn man die Möglichkeit hat, die AMG-Motoren und damit Serienfahrzeuge von Mercedes ebenso zu betreuen wie das Formel-1-Aggregat, dann ist das für uns ein sehr starkes Indiz für Qualitätsprodukte. Grundsätzlich gilt, dass die Zusammenarbeit mit Autoherstellern für Petronas ein elementarer Eckpfeiler ist. Ob Mercedes, BMW oder andere OEMs, bei allen können wir unsere technische Kompetenz einbringen. Und aus der Zusammenarbeit in der Erstausrüstung ergeben sich immer auch Chancen für das Aftermarket-Geschäft.