Aston Martin DBX soll den Karren für die Briten aus dem Dreck ziehen

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Bislang war Aston Martin auf einen tadellosen Auftritt bedacht. Doch mit dem DBX wirbeln die Briten reichlich Dreck auf. Für die Marke ist ihr erstes SUV zugleich die letzte Hoffnung.

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(Bild: Aston Martin)

Nachdem sich Aston Martin bislang als beinahe letzter Luxushersteller dem SUV verwehrt hat, beugen sich nun auch die Briten dem ungebrochenen Run auf die Buckelpiste und schicken ihren ersten Sportwagen in den Schlamm. Mit dem DBX wollen sie ab diesem Herbst zu Preisen knapp unter 190.000 Euro die Liga der leistungsstarken Luxusgeländewagen aufmischen und gegen Bentley Bentayga, Lamborghini Urus und die potenten Versionen des Porsche Cayenne antreten.

Der für diese Klasse fast noch bescheidene Preis ist aber nicht das einzig überraschende an dem offenbar unvermeidbaren Debüt im Dreck. Auch das Design geht gegen den Trend.

Aston Martin DBX: SUV der Extraklasse
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Denn wo die Konkurrenz aus Crewe, Sant’Agatha und aus Deutschland wahlweise auf Protz oder Provokation und im schlimmsten Fall auf beides setzt, hält sich Aston Martin auch auf neuem Terrain vornehm zurück: Bei aller Kraft und allem Selbstbewusstsein wahrt der DBX deshalb noch eine gewisse Eleganz und verkneift sich jede Aggression – und das ist bei einem Kaventsmann von mehr als fünf Metern und knapp 2,5 Tonnen buchstäblich keine leichte Übung.

Von vorne jedenfalls ist der Neuzugang deshalb eine Augenweide, die Flanke ist muskulös und die Silhouette eher flach für diese Gattung. Nur das Heck wirkt – nun ja – ein wenig gewöhnungsbedürftig.

In 4,5 Sekunden auf Tempo 100

Genauso schwer dürfte es Technik-Chef Matt Becker gefallen sein, dem Koloss ein markentypisches Fahrverhalten mit auf den Weg zu geben. Deshalb hat er tief in die Trickkiste gegriffen und drei interessante Zutaten heraus gezaubert. Zum ersten ist da der bei AMG in Affalterbach bestellte V8-Turbo, der aus seinen vier Litern Hubraum diesmal 405 kW/550 PS und 700 Nm schöpft, mit denen er die Wuchtbrumme in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und danach weiter bis 291 km/h katapultiert.

Zum zweiten ist da ein Luftfeder-Fahrwerk, das tapfer den Kampf gegen die Fliehkraft aufnimmt und den DBX aufrecht durch jede noch so enge Kurve bringt.

Und zum dritten gibt es einen Allradantrieb, der dem Spieltrieb des Fahrers freien Lauf lässt, weil er bis zu 100 Prozent der Antriebskraft nach hinten durchreicht und zusammen mit einem ziemlich freizügigen Stabilitätsprogramm reichlich Querdynamik ermöglicht.

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