A.T.U setzt auf Discounterstrategie
Die Werkstattkette will ihre Filialen stärker von den Wettbewerbern abgrenzen und sich als Markendiscounter im Wartungs- und Reparaturmarkt positionieren.
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Die Werkstattkette A.T.U setzt auf eine stärkere Abgrenzung vom Wettbewerb, indem sie sich als Markendiscounter im Servicemarkt positionieren will. „Was der Lidl im Einzelhandel ist, wollen wir im Autoservice sein“, sagte A.T.U-Geschäftsführer Dr. Michael Kern anlässlich der erstmals ausgerichteten „A.T.U-Tagung der Top-Lieferanten“ in Weiden.
Mit einem Marktanteil von rund fünf Prozent am gesamten Servicemarkt sei die Weidener Werkstattkette Marktführer in Deutschland und mit 600 Standorten gut aufgestellt. Und obwohl die Fahrzeuge technisch immer anspruchsvoller würden und die Anzahl der Serviceaufträge sinke, wanderten die Autofahrer von den traditionellen Autohäusern zu den Freien Werkstätten ab.
Umweltprämie belastet den Umsatz
Allerdings bedauerte Kern, dass auch viele Halter von älteren Fahrzeugen ihr Auto schwarz reparieren ließen. Zudem habe die Umweltprämie dem Werkstattgeschäft 2009 deutlich geschadet. „Der Marktanteil von A.T.U bei den neun Jahre und älteren Fahrzeuge beträgt rund acht Prozent. Die Abwrackprämie führte somit zu einer spürbaren Umsatzbelastung“, sagte der 54-Jährige.
Um die Marktführerschaft im Servicemarkt zu festigen, verfolgt die A.T.U-Strategie drei Ziele:
- Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft (Werktstatt) den Marktanteil steigern
- Kosten senken und Investitionen einschränken
- Das Wachstum in den neuen Geschäftsfeldern wie Glas, Smart Repair, Online und Autogas fortsetzen
„Wir wollen zurück zu unseren Wurzeln und fokussieren uns auf den Schnellservice“, erläuterte Kern. Die Shop- und Werkstattpreise der A.T.U-Filialen seien 20 bis 25 Prozent günstiger als in den markengebundenen Kfz-Betrieben.
„Zudem bieten wir den Autofahrern hochwertige OE-Teile zu günstigen Preisen an“, betonte A.T.U-Geschäftsführer Sebastian Ebel und fügte hinzu: „Die Teilequalität aus Fernost hat A.T.U geschadet.“ Doch das gehöre nun der Vergangenheit an. Mit ausgewählten Lieferanten möchten die Weidener eine langfristige Partnerschaft aufbauen und festigen.
Lieferanten ausgezeichnet
Dass die A.T.U-Geschäftsführer es ernst meinen, demonstrierten sie auf der Abendveranstaltung, bei der sie zum ersten Mal die „Besten der Besten“ auszeichneten. Die Preisträger sind:
- Dresdener Cetelem Kreditbank GmbH in der Kategorie Dienstleistungen (A.T.U-Card)
- TRW Automotive Aftermarket Operations in der Kategorie Verschleißteile
- Liqui Moly GmbH in der Kategorie Shop
- Continental Deutschland GmbH in der Kategorie Reifen, Felgen, Batterien
Einen Ehrenpreis für ihre langfristige Partnerschaft mit der A.T.U-Gruppe erhielt die Anhängerbau Stedele GmbH.
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