ATU will Mechatroniker besser qualifizieren
Die Werkstattkette will ihre Mitarbeiter für die Elektronik und Sensorik im Auto fit machen. Sie hat ihre Trainingswerkstatt modernisiert und den früheren Mazda-Servicechef Andreas Schmidt geholt.

Schwierige wirtschaftliche Zeiten liegen hinter ATU. Noch vor gut einem Jahr stand die Werkstattkette vor der „Beinah-Insolvenz“, sagte ATU-Geschäftsführer Norbert Scheuch anlässlich der Eröffnung der neuen Trainingswerkstatt im ostbayerischen Weiden. Das Filialunternehmen konnte sich zwar finanziell neu aufstellen und die Schuldenlast um rund 600 Millionen Euro senken. Doch nichtsdestotrotz mussten innerhalb eines halben Jahres rund 1.700 Mitarbeiter ATU verlassen.
Das Ergebnis der vergangenen Schieflage: Qualifizierungsdefizite in den Filialen. „Bei der Ausbildung unserer Mechatroniker gibt es einen erheblichen Nachholbedarf“, sagte Scheuch. Doch das soll sich nun ändern. Für eine Millionen Euro hat ATU ihre Weidener Trainingswerkstatt komplett modernisiert und technisch aufgerüstet. Mechaniker, Techniker und Meister der 630 Filialen der Werkstattkette sollen pro Jahr an rund 2.500 Schulungen teilnehmen.
ATU rüstet die Filialen technisch auf
Die Weidener wollen aber nicht nur ihre Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der Technik bringen, sondern auch ihre Werkstätten. Gut 150 Filialen wurden nach ATU-Angaben bereits mit neuem technischen Equipment ausgestattet – weitere sollen folgen.
Verstärkt wird die Qualifizierungsoffensive der Werkstattkette durch Andreas Schmidt. Er war zuletzt zehn Jahre als Direktor Service bei Mazda Deutschland tätig und übernimmt bei ATU die neu geschaffene Position des Geschäftsführers Technik.
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