Audi hält bei der Neuauflage des A6 am Verbrenner fest, feilt am Design und digitalisiert das Cockpit. Der große Ingolstädter bleibt seinem Image als Business-Ikone treu – nur leiser, schlauer und noch ein Stück komfortabler.
Im Mai geht die sechste Generation des Audi A6 Avant in Deutschland an den Start.
(Bild: Audi AG)
Für Geschäftskunden ist der Audi A6 seit jeher eine feste Größe. Mit ihm gelangt man schnell und komfortabel von Termin zu Termin – oder am Wochenende entspannt mit der Familie nach Norditalien. Auch künftig dürfte er als Souverän der linken Autobahnspur seine Anhänger überzeugen. Der Klassiker der Business-Klasse, zunächst als Kombi (bei Audi „Avant“ genannt) ab 58.000 Euro erhältlich, punktet weiterhin mit Prestige-Optik, hochwertigem Interieur, großzügigem Platzangebot und kräftigen Verbrenner-Motoren – Qualitäten, die auch im Zeitalter der Elektromobilität ihren Reiz behalten.
Trotz seines hohen Wiedererkennungswerts verkörpert der neue A6 Avant auch einen Neuanfang. Zwar wächst er in der Länge, bleibt aber knapp unter der Fünf-Meter-Marke – optisch umgibt ihn dennoch das Flair der Oberklasse. Ein Schwerpunkt der Entwickler lag auf der Aerodynamik – sichtbar etwa an den bündig integrierten Türgriffen. Das Ergebnis ist ein bemerkenswert niedriger Luftwiderstandsbeiwert von 0,25. Wer in optionale Lichttechnik investiert, bekommt OLED-Leuchten, die nicht nur hochwertiger wirken, sondern sich auch individuell konfigurieren lassen.
Statt Knöpfe, Drehregler oder die einst hippen Touchflächen der Mittelkonsole erwartet die Insassen ein vollständig digitales Cockpit. Im ausgeschalteten Zustand wirkt es klar und aufgeräumt – doch beim Starten des Motors erwacht eine großzügige Display-Landschaft. Das große Fahrerdisplay und der zentrale Touchscreen verschmelzen dabei optisch zu einer gebogenen Bildfläche. Optional kommen ein weiterer Beifahrer-Touchscreen und ein großes Head-up-Display hinzu. Damit ist das A6-Cockpit hochmodern – und bis an die Grenze des „Vertouchten“ geführt. Dank kluger Gestaltung bleibt es dennoch übersichtlich.
Mit der neuen Elektronikarchitektur „E3 1.2“ ist der A6 zudem fit für die digitale Zukunft. Smartphones, Apps von Drittanbietern und ChatGPT lassen sich nahtlos integrieren. Trotz aller Technikspielereien bleibt die Bedienung intuitiv. Wie früher findet man sich auch hier gut zurecht, ohne gleich für jede Kleinigkeit zum Handbuch greifen oder einen Augmented-Reality-Erklärer im Smartphone aktivieren zu müssen. Zwar scheint das Streben nach Perfektion bei den Materialien nicht mehr ganz so ausgeprägt wie früher, doch den Vergleich beispielsweise mit der neuen Konkurrenz aus China braucht Audi nicht zu scheuen.
Zweigleisig in Sachen Antrieb
Antriebstechnisch ist Audi vorerst zweigleisig unterwegs. Neben der mittlerweile variantenreichen E-Tron-Familie bleibt mit dem A6 auch der klassische Verbrenner im Programm – mit Benzin-, Diesel- und künftig zwei Plug-in-Hybridvarianten, die mehr als 100 Kilometer rein elektrisch fahren sollen. Bei den reinen Verbrennern sorgt ein Mildhybrid-System für elektrische Unterstützung beim Beschleunigen, Kraftstoffsparen und kurze elektrische Fahrphasen.
Die Einstiegsmotorisierung – ein 150 kW/204 PS starker Zweiliter-Turbobenziner – verzichtet auf diesen E-Boost. In 8,3 Sekunden geht es auf Tempo 100, maximal sind 240 km/h möglich. Ordentliche Werte, doch der große Avant wirkt mit dem Vierzylinder etwas zäh – besonders beim Beschleunigen an Steigungen. Dann wird der ansonsten leise Motor akustisch präsenter, ohne dabei mit Nachdruck zu glänzen. Nach gut einer Stunde auf portugiesischen Autobahnen lag der Verbrauch bei 7,9 Litern und damit im Bereich des Normwerts.
Mit Brake-by-Wire-Bremsanlage
Mehr Fahrfreude bietet der Diesel – auch, weil er kaum noch wie ein solcher klingt. Nur gelegentlich ist ein dezentes Knurren zu vernehmen, das auch einem Benziner zuzutrauen wäre. Der Vierzylinder-Diesel liefert ebenfalls 150 kW/204 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment – plus 18 kW/24 PS vom Mildhybridsystem. In der getesteten Quattro-Variante beschleunigt der A6 in nur 7,0 Sekunden auf 100 km/h, Spitze: 238 km/h. Die Fahrleistungen überzeugen, ebenso wie der Verbrauch von unter sechs Litern. Mit adaptiver Luftfederung (nur mit Allrad erhältlich), Progressivlenkung, optionaler Allradlenkung, groß dimensionierten Rädern und Sportfahrwerk fährt sich der A6 zugleich komfortabel, präzise und erstaunlich agil – fast wie auf Schienen. Die neue Brake-by-Wire-Bremsanlage arbeitet feinfühlig und kraftvoll.
In der Topversion TFSI Quattro mit 270 kW/367 PS ist Allradantrieb serienmäßig. Der Dreiliter-V6 erhält ebenfalls elektrische Unterstützung (18 kW/24 PS), rekuperiert mit bis zu 25 kW und speist Energie dabei in eine im Kofferraum untergebrachte 1,7-kWh-LFP-Batterie. Wer genau hinhört, vernimmt beim Dahingleiten auf abschüssigen Passagen leise elektrische Fahrgeräusche der rekuperierenden 48-Volt-Hybridtechnik, die Audi MHEV plus getauft hat. Auf der Autobahn genehmigte sich der V6 trotz Hybridunterstützung 8,8 Liter. Der fulminante Antritt – 4,7 Sekunden auf 100 km/h, 250 km/h Spitze – verleitet zu einem betont flotten Fahrstil.
Stand: 08.12.2025
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Heckklappe mit dem Fuß öffnen
Auch der Komfort des A6 bleibt auf hohem Niveau. Die Akustikdämmung sorgt für angenehme Ruhe, die Luftfederung bügelt Unebenheiten souverän aus, das Bang-&-Olufsen-Soundsystem begeistert mit sattem Klang und besonders klar ans Fahrerohr gerichteten Ansagen der Navigation. Die serienmäßige Vier-Zonen-Klimaautomatik ermöglicht individuelle Wohlfühltemperaturen für alle Passagiere. Im Fond lässt sich die Rückbank im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Der Kofferraum wächst so von 503 auf bis zu 1.534 Liter und bietet mit Schienensystem, Trennnetz und optionalem Fixierset hohe Alltagstauglichkeit. Die elektrische Heckklappe lässt sich auch per Fußgeste öffnen.
Viele Tugenden des A6 hat Audi also auch in die nunmehr sechste Generation übertragen – und an manchen Stellen weiter verfeinert. Gleich geblieben ist allerdings auch ein typisches Merkmal: der stolze Preis. Der ab Mai in Deutschland erhältliche neue A6 Avant startet als Benziner bei 58.000 Euro, der Diesel beginnt bei 61.700 Euro.