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Die zweite Händlerquelle betonte, das Geschäft mit Audi laufe in diesem Jahr in seinem Unternehmen außerordentlich gut. Allerdings komme er auch unter diesen Rahmenbedingungen nur auf eine Rendite von rund einem Prozent. „Die Händler sind am Rande ihrer Möglichkeiten“, sagte der Vertragspartner.
Ein weiterer großer Audi-Partner, ebenfalls aus dem süddeutschen Raum, hält die Zielrendite wiederum für sinnvoll. Eine Rendite in diesem Umfang sei nötig, um auch künftig die nötigen Investitionen für die Marke Audi tätigen zu können, sagte der Händler. Beispiele seien etwa Standortneubauten nach dem Terminal-Konzept.
Ein Händler aus dem Osten stellt deswegen einen direkten Zusammenhang her zwischen der Zielrendite „drei Prozent plus“ und der Neustrukturierung des Händlernetzes, über die im Handel derzeit viel spekuliert wird – die Audi aber nicht direkt bestätigt. Audi wolle eine Bereinigung des Händlernetzes „unter dem Deckmantel einer Zielrendite von drei Prozent“ voranbringen, kritisierte der Händler. Belastend für die Händler sei, dass der Hersteller „sein Handelsnetz und auch den Großteil seiner Mitarbeiter über seine Vorgehensweise und seine Vorstellungen völlig im Unklaren“ lasse.
Ein weiterer Gesprächspartner von »kfz-betrieb« aus Handelskreisen sieht ebenfalls einen direkten Zusammenhang zwischen der Zielrendite und der Struktur des Händlernetzes. „In Zukunft muss viel in die Marke Audi investiert werden. Ohne eine Rendite von drei Prozent wird das schwierig.“ Manchem Händler werde da die Luft ausgehen.
Am Donnerstag hat der VAHV zu einer Partnerveranstaltung in Hanau eingeladen. Die Zielrendite, die Spekulationen um die Neustrukturierung des Händlernetzes und auch der kürzlich vom Hersteller neu gestartete Fuhrparkservice Audi Shared Fleet dürften bei dem Treffen Gesprächsstoff für die Partner bieten.
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