Audi-Zentrum Ingolstadt passt die Prozesse an

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Neun Mitarbeiter kümmern sich allein um den Shuttle-Service. Mit vier Bussen bringen die Mitarbeiter die Kunden in einem Umkreis von 20 Kilometern zum gewünschten Ziel und holen sie für die Übergabe des Fahrzeugs wieder ab. Zusätzlich gibt es einen Hol- und Bringservice für die Fahrzeuge – selbstverständlich kostenlos.

Im Service ist die Karl Brod GmbH ausgezeichnet. Mit seinen hohen Kundenzufriedenheitswerten gehört das Unternehmen heute zu den zehn stärksten Audi-Partnern in Deutschland. Doch das war nicht immer so. Noch vor drei Jahren hatte das Unternehmen mit großen Problemen zu kämpfen. „Wir hatten fast jeden Tag Reklamationen, weil unsere Prozesse nicht gepasst haben“, erklärt Hörmann. Viel Kraft haben die Ingolstädter investiert, um das zu ändern. Neue Prozesse, personelle Änderungen und eine Neuaufstellung der Organisation: Der Betrieb wurde komplett umgekrempelt. Heute setzt sich Hörmann jeden Morgen mit den Verantwortlichen in der Werkstatt zusammen, um anstehende Servicethemen zu besprechen. „Nur so lassen sich die hohen Ansprüche in unserem Betrieb dauerhaft aufrechterhalten“, erklärt der Serviceleiter.

Ihre Prozesse haben die Ingolstädter in einem eigenen Servicehandbuch festgehalten. Für jeden Mitarbeiter sind hier alle Arbeitsschritte, bis hin zu Sonderwünschen einzelner Kunden, genau definiert. Weil Information eine Voraussetzung für guten Service ist, wurde ein eigenes Dispositionssystem eingerichtet. Über Scanner erfassen die Mitarbeiter bei der Übernahme des Fahrzeugs einen Strichcode auf dem Auftrag. Egal ob in der Werkstatt, auf Testfahrt oder bei der Wäsche: Über das System kann jeder Mitarbeiter immer genau nachverfolgen, wo sich das Fahrzeug aktuell befindet. Das ist wichtig, um den Kunden auf dem Laufenden zu halten und den Servicemitarbeitern optimale Planung zu ermöglichen.

Voll ausgelastet

Dass sich die Neuorientierung gelohnt hat, zeigt die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebes: steigende Zahlen in allen Geschäftsbereichen. In den letzten drei Jahren konnte das Audi-Zentrum seinen Absatz an Gebrauchtfahrzeugen fast verdoppeln. Mit 95 Prozent Werkstattbelegung sind die Ingolstädter nahezu vollständige ausgelastet. Trotz des weiträumigen Firmengeländes und dem erst im Frühjahr fertig gestellten Neubau eines Parkhauses mit 120 Stellplätzen sind die Kapazitäten knapp. Besucher finden zu Stoßzeiten kaum einen Parkplatz. Erweiterungen sind bereits in Planung und Bau.

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