Aus für Autohaus Aventi in Nürnberg

Redakteur: Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Die in Insolvenz geratene Autohandels-Gruppe muss zum 1. Februar ihren Verkaufsstandort in Nürnberg (Marken: Ford, Renault, Dacia) schließen.

Die insolvente Autohandels-Gruppe Aventi muss zum 1. Februar ihren Standort Nürnberg schließen. Wie die Online-Ausgabe der „Nürnberger Nachrichten“ am Donnerstag berichtete, hält Insolvenzverwalter Joachim Exner von der Nürnberger Kanzlei Beck & Partner die Zahlen der Nürnberger Aventi-Dependance (Marken: Ford, Renault, Dacia) für so schlecht, „dass sich das Geschäft nicht einmal unter Insolvenzbedingungen rechnet“. 51 Mitarbeitern droht damit die Arbeitslosigkeit.

Gleichwohl gebe es mehrere Anfragen für den Standort, die derzeit geprüft würden. „Es gibt deshalb berechtigte Hoffnung, dass ein möglicher Käufer das Autohaus zu einem späteren Zeitpunkt wieder öffnet und dann zumindest auch Teile des Personals“, sagte Exner gegenüber der Zeitung.

„Vorsichtig optimistisch“

Gute Nachrichten hat Exner dagegen für die Aventi-Häuser in Lauf und Schwabach. Hier werde der Geschäftsbetrieb vorerst fortgeführt. „Die Investorensuche läuft, eine Vielzahl von Interessenten hat sich auch schon gemeldet“, so Exner. Er sei „vorsichtig optimistisch“, dass die Standorte gerettet werden könnten.

Die Aventi-Gruppe mit Stammsitz in Bamberg hatte Ende Dezember auf Grund massiver Absatzeinbrüche Insolvenz anmelden müssen (wir berichteten). Das Unternehmen vertreibt an insgesamt zehn Standorten in ganz Nordbayern die Marken Ford, Opel, Renault/Dacia, Hyundai und Mitsubishi und beschäftigt insgesamt fast 370 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz der Autohandels-Gruppe lag zuletzt bei rund 100 Millionen Euro.

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