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Siegfried Schulz von der Firma Lucas-Nülle gab einen Ausblick, wie eine ÜBL im Jahr 2020 ausgestattet sein könnte. Seiner Ansicht nach wird die praktische Arbeit am Fahrzeug nach wie vor eine wichtige Rolle spielen, aber um Tätigkeiten an multimedialen Lehrsystemen ergänzt werden. Das erlaube es den Azubis, gefahrlos Fehler zu begehen, und ermögliche ein orts- und zeitunabhängiges Lernen.
Aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung war Wolfgang Bischoff zur Ausbildertagung gekommen, um die berufspädagogischen Fortbildungsabschlüsse vorzustellen. Er vertrat die Ansicht, dass das Bildungspersonal nicht nur fachlich, sondern auch pädagogisch qualifiziert sein müsse. Ein erster Schritt hierzu sei die Ausbildereignungsverordnung gewesen, nun kämen als weitere Stufen der Aus- und Weiterbildungspädagoge sowie der Berufspädagoge hinzu. Das führe zu einer Professionalisierung der Ausbildung, die neue Perspektiven für Pädagogen eröffne.
Arbeiten an HV-Fahrzeugen
Rupert Kaindl von der Firma Audi berichtete, wie sein Unternehmen die Mitarbeiter für Tätigkeiten an Hochvoltfahrzeugen schult. Dafür befähigte Fachkräfte müssten in der Lage sein, die mit diesen Arbeiten verbundenen Gefahren zu erkennen und zu beurteilen. Dazu müssten sie entsprechend ausgebildet sein, aber auch über Erfahrung verfügen.
Kaindls Kollege Uwe Schwab stellte die Mischbauweisen und Fügetechniken im Fahrzeugbau bei Audi vor und erzählte, dass der Automobilhersteller dafür an allen Produktionsstandorten weltweit Mitarbeiter schule. Ausgewählte Kollegen werden innerhalb von 18 Monaten zu Fachexperten für ein Themengebiet weiterqualifiziert und verbreiten ihr Wissen dann als Multiplikatoren weiter.
ZDK-Referent Werner Steber ging schließlich auf die Qualifizierung für Arbeiten an Hochvoltfahrzeugen ein. Technisch sei das Kfz-Gewerbe für den Service an diesen modernen Autos gut gerüstet. Einziges Problem sei die Gefahr, die von den hohen Stromspannungen ausgehe. Deshalb dürften nur qualifizierte Personen an Hochvoltfahrzeugen arbeiten.
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