In den vergangenen Jahren haben ausländische Autohausgruppen ihre Stellung auf dem deutschen Markt ausgebaut. Wie gehen sie dabei vor, und auf welche Faktoren achten sie? Auch um dieses Thema geht es auf den Automotive Business Days 2024.
Wie gehen ausländische Investoren bei ihrer Expansion im deutschen Kfz-Gewerbe vor? Mit wem besiegeln sie Verträge? Das ist ein wichtiges Thema auf den Automotive Business Days 2024.
(Bild: Leon Seibert/Unsplash.com)
Steffen Oliver Karl berät mit seinem Unternehmen Managing Transitions Betriebe und Gruppen des Kfz-Gewerbes unter anderem in Sachen Verkauf. Auf den Automotive Business Days 2024 von »kfz-betrieb« am 18. und 19. Juni in Würzburg im Vogel Convention Center spricht Karl auf der Veranstaltungsbühne mit Martin Achter, Ressortleiter Management & Handel des Fachmediums: Dort gibt er einen Einblick, wie Investoren – auch solche aus dem Ausland – bei der Suche nach Übernahme-Kandidaten vorgehen. Sichern Sie sich hier ihr Ticket!
Nach dem Einstieg der schwedischen Hedin Automotive (u. a. Torpedo-Gruppe, Kaiserslautern) und der niederländischen Van-Mossel-Gruppe (Hugo Pfohe, Hamburg) hält Karl weitere Übernahmen von Unternehmen aus diesen Ländern in Deutschland in absehbarer Zeit für denkbar. „Es ist auffällig, wie unser Land aus Richtung der Benelux-Staaten und der nordischen Länder eingekreist wird. Andere Investoren stehen bereits in den Startlöchern“, sagt Karl. Auch südeuropäische Handelsunternehmen richteten ihren Blick nach Deutschland.
Der Treffpunkt für Automobilvertrieb und -Service in der digitalen Mobilitätswelt
Auf den Automotive Business Days vom 18. bis 19. Juni 2024 erfahren Sie alles über die neuesten Entwicklungen rund um Vertrieb, Service und Digitalisierung im Kfz-Gewerbe. Praxisbeispiele von Autohäusern und Werkstätten, aber auch aus dem Feld der Herstellerorganisationen zeigen Ihnen, wie sich die Branche auf die Trends von morgen einstellt und neue Konzepte umsetzt. Themenschwerpunkte des diesjährigen Kongresses sind unter anderem künstliche Intelligenz, neue Marken, Multimarkenservice sowie das Karosserie- und Lackgeschäft. Neben einem hochwertigen Vortragsprogramm erwartet Sie eine Branchenausstellung mit innovativen Produkten und Dienstleistungen.
Manch einen Investoren bremsten aber bestimmte Kennzahlen, die bei deutschen Händlern normalerweise eher weniger gut ausfielen als im internationalen Vergleich: der Netto-Ertrag pro Quadratmeter Schauraumfläche. „Wir haben die größten Ausstellungsräume, aber die kleinsten Erträge“, sagt Karl. Er hält es mittelfristig für wahrscheinlich, dass sich ein großer US-Investor zunächst in den Benelux-Staaten einkauft und von dort vielleicht weiter nach Deutschland expandiert.
Wie sehr der Markt international aktuell in Bewegung sei, zeige beispielsweise der Blick nach Großbritannien, sagt Karl. Auch von dort aus könnten sich Käufe und Verkäufe von Händlerbetrieben künftig auf den deutschen Markt auswirken. Mitte April verkündete dort der international aktive Automotive-Handelskonzern Inchcape, sein gesamtes Einzelhandelsgeschäft mit mehreren Dutzend Standorten zu verkaufen. Käufer ist der US-Konzern Group 1 Automotive. Solche Geschäfte könnte es künftig auch wieder in Deutschland geben.
Allerdings verlaufe hier die Expansion gebremst wegen der Frage nach den Renditeaussichten, sagt Karl. Und auch wegen der möglichen Attraktivität von Betrieben. „Momentan sind nur wenige Unternehmen gut genug angezogen, um für Investoren interessant zu sein.“ Attraktiv sei für Unternehmen, die nach einem Übernahme-Kandidatensuchen, neben der Rendite vor allem das Gesamtbild, das die Betriebe nach außen abgeben: „Ausländische Investoren schauen auf die Händlermarke.“ Und hier könnten Familiennamen und damit klassische Familienunternehmen durchaus punkten. Mehr Einblicke gibt Steffen Oliver Karl auf den Automotive Business Days.
Die Automotive Business Days am 18. und 19. Juni 2024 veranstaltet die Fachmedienmarke »kfz-betrieb« gemeinsam mit den Partnern Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Deutsche Automobil-Treuhand (DAT), Loco-Soft, Mobile.de und TÜV Nord Mobilität. Die Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Praktiker in Autohäusern und Werkstätten.
Zu den hochkarätigen Referenten zählen Vertreter von Herstellern und Importeuren, Kfz-Betriebe sowie Branchenexperten, die den Kongressteilnehmern im Rahmen von Best-Practice-Vorträgen ihr Wissen vermitteln. Eine Fachmesse mit Dienstleistern aus den Bereichen Vertrieb, Service und Digitalisierung rundet den zweitägigen Fachkongress ab. Zum Programm der Automotive Business Days kommen Sie hier, alternativ finden Sie es in Tabellenform unterhalb dieses Beitrags.
Am 18. Juni stehen neben der künstlichen Intelligenz Perspektiven im Geschäft mit neuen Marken sowie Trends im Onlinevertrieb im Mittelpunkt. Die Internetsuchmaschine Google gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Online-Nutzungsverhaltens potenzieller Autokäufer. Diverse Praktiker veranschaulichen Anforderungen und Herausforderungen im Geschäft mit neuen Marken. Und in einer Podiumsdiskussion geht es um Perspektiven für den E-Commerce im Fahrzeugvertrieb sowie für das klassische leadbasierte Geschäft.
Am 19. Juni spielt der Multimarkenservice eine Rolle sowie aktuelle Entwicklungen im K&L-Geschäft. Ebenso geht es um Trends im Recruiting und in der Mitarbeiterbindung. Schließlich spielen noch wirtschaftliche Perspektiven und Zukunftsszenarien für Betriebsinhaber eine Rolle. Teilnehmer können die Automotive Business Days an beiden oder wahlweise an einem der Veranstaltungstage besuchen.
Stand: 08.12.2025
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Ein Highlight der Automotive Business Days ist die große Branchenparty am Abend des 18. Juni mit Verleihung des Automotive Business Awards 2024. Eine ganze Reihe von Unternehmen aus der Branche hat sich mit spannenden Projekten in den Bereichen Vertrieb, Service und Digitalisierung beworben. Kongressteilnehmer können sich zur Preisverleihung anmelden, während sie ihr Ticket buchen.