Neuzulassungen Europa Auslieferungen steigen in vielen Märkten – getrieben durch BEV

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Neuwagenauslieferungen steigen, vor allem im März gingen die Zahlen in vielen Ländern deutlich nach oben. Bemerkenswert ist, dass die sinkende Elektronachfrage bereits überwunden scheint.

In Europa werden derzeit deutlich mehr Neuwagen ausgeliefert als vor einem Jahr.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
In Europa werden derzeit deutlich mehr Neuwagen ausgeliefert als vor einem Jahr.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Der Autoabsatz in Europa steigt weiter an, ist aber noch lange nicht auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Nach Angaben des Herstellerverbands Acea vom Mittwoch (19.4.) legten die Erstzulassungen in den Staaten der EU, der Efta und in Großbritannien im März um 26,1 Prozent auf 1,42 Millionen Einheiten zu. Der Grund für die steigenden Auslieferungen sei das Abflauen der Lieferkettenprobleme und damit einhergehend die Abarbeitung der vorhandenen Aufträge.

Damit ist der Neuwagenmarkt in Europa im ersten Quartal deutlich auf Wachstumskurs. Nach drei Monaten steht für den Kontinent ein Plus von 17,5 Prozent auf 3,24 Millionen Neuwagen in den Büchern. In den Vormonaten waren die Neuzulassungen um 10 und 12 Prozent gestiegen.

„Die Liefersituation verbessert sich, die Hersteller können jetzt die Bestellungen aus dem vergangenen Jahr abarbeiten“, wertet Peter Fuß, Automobilexperte bei der Wirtschaftsberatung EY, die Zahlen. Diese Entwicklung werde angesichts des enormen Ersatzbedarfs in Europa im laufenden Jahr weitergehen. Mit einem überbordenden Marktwachstum rechnet er allerdings nicht. Dem stünden zum einen die nach wie vor eingeschränkte Liefersituation entgegen und zum anderen die schwache Konjunkturentwicklung, hohe Neuwagenpreise sowie politische Risiken in verschiedenen Weltregionen.

BEV-Auslieferungen legen stark zu

Dagegen scheint die E-Auto-Delle, die unter anderem durch eingeschränkte staatliche Förderungen entstanden war wie in Deutschland, überwunden zu sein. Im März legten die Neuzulassungen reiner Elektroautos (BEV) europaweit um 43 Prozent auf 221.000 Einheiten zu. Das ist ein Marktanteil von 15,5 Prozent. In der EU stiegen die Erstzulassungen sogar um 58 Prozent auf 151.500 Einheiten (Marktanteil 13,9 %). Beide Wachstumskurven übertreffen das allgemeine Marktwachstum deutlich.

Während Benziner (ohne Hybrid) ihren Marktanteil in Europa im März halten konnten (38 %), verlor der Diesel weitere Marktanteil und kommt nur noch auf 12 Prozent. Gas-Fahrzeuge spielen nur noch in Italien und Frankreich eine nennenswerte Rolle.

Weltweiter Aufwärtstrend

Aufwärts ging es nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie mit den Neuwagenverkäufen in zahlreichen anderen großen Absatzregionen, allen voran in den USA. Dort legten die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) im ersten Quartal 2023 um 8 Prozent auf knapp 3,6 Millionen Einheiten gegenüber dem entsprechenden Vergleichszeitraum des Vorjahres zu. Auch in Japan ist der Absatz von fabrikneuen Pkw im ersten Quartal um 17 Prozent im Vergleich mit dem ersten Quartal 2022 auf knapp 1,2 Mio. Einheiten gestiegen.

Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden dagegen im ersten Quartal des Jahres nur 5,1 Mio. Neufahrzeuge verkauft. Das sind 7 Prozent weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Rückgänge aus den ersten beiden Monaten dieses Jahres konnten durch einen stärkeren März nicht gänzlich kompensiert werden. Im März wurden knapp 2 Millionen Einheiten abgesetzt. Dies waren 23 Prozent mehr als im März des Vorjahres.

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