Antriebsstrategie Ausweg aus dem „Desaster“

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 5 min Lesedauer

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Die Automobilbranche rebelliert immer stärker gegen die Elektro-only-Strategie der Europäischen Union. Eine Marktuntersuchung von Roland Berger zeigt zudem, dass der Verbrenner weltweit auch weiterhin gefragt bleibt.

Auch der Kolbenmotor lässt sich mit neuartigen Kraftstoffen nahezu klimaneutral betreiben. Das bietet eine Chance für den Fahrzeugbestand, am Klimaschutz teilzuhaben.(Bild:  Mahle)
Auch der Kolbenmotor lässt sich mit neuartigen Kraftstoffen nahezu klimaneutral betreiben. Das bietet eine Chance für den Fahrzeugbestand, am Klimaschutz teilzuhaben.
(Bild: Mahle)

Auf seiner IAA-Vorpressekonferenz am 23. Juli in Stuttgart stellte der Automobilzulieferer Mahle nicht nur seine neuesten Technologien vor, sondern nutzte in Person von CEO Arnd Franz auch die Gelegenheit zu einer Generalabrechnung mit der Antriebsstrategie der EU. Franz forderte eine Beibehaltung der Technologievielfalt und eine schnelle Überarbeitung der CO2-Regulierung unter Berücksichtigung nachhaltiger Verbrennungsmotoren und Kraftstoffe. „Der heute beschrittene Weg ist der Holzweg“, fasste es Franz zusammen.

Auch wenn Mahle bereits viele Produkte für Elektroautos entwickelt hat und produziert, hängen doch rund 60 Prozent der Arbeitsplätze an der Fertigung von Komponenten für Verbrennungsmotoren. Bliebe es hingegen beim Verbrennerverbot, dann sehe sich das Unternehmen gezwungen, einen Stopp für Investitionen in diese Technologie zu prüfen. Wie viele Arbeitsplätze dann gefährdet wären, wollte der Mahle-Chef nicht beziffern.