ZDK-Prognose Neuwagen werden 2024 noch teurer

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Weil die Rohstoffpreise steigen, werden die Neuwagen teurer. Das werde den Absatz 2024 deutlich hemmen, prognostiziert der ZDK. Nur der Gebrauchtwagenmarkt werde sich weiter leicht erholen.

Die hohen Rohstoffpreise werden die Preise für Neuwagen weiter steigen lassen, prognostiziert der ZDK.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die hohen Rohstoffpreise werden die Preise für Neuwagen weiter steigen lassen, prognostiziert der ZDK.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Eine Kehrtwende im Autohandel ist nicht in Sicht. Der anhaltende Rückgang bei den Neuzulassungen werde sich auch 2024 fortsetzen, prognostiziert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe: Die Pkw-Neuzulassungszahlen werden um rund 200.000 Fahrzeuge auf rund 2,65 Millionen Einheiten sinken. Nur der Gebrauchtwagenmarkt werde im Gegenzug noch etwas steigen – um etwa 200.000 Einheiten.

„In diesem Jahr haben wir durchgehend einen Rückgang bei den Auftragseingängen zu verzeichnen. Das wird sich im kommenden Jahr negativ auf die Zulassungszahlen auswirken“, sagte ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn, Sprecher des Fabrikatshandels. Es bleibe abzuwarten, inwieweit der Neufahrzeugmarkt über das prognostizierte Maß hinaus auch ohne vom Hersteller induzierte Sondermaßnahmen aufnahmefähig sei.

Gestiegene Rohstoffkosten würden außerdem zu nochmals höheren Fahrzeugpreisen führen. Deshalb zögerten viele private Kaufinteressierte den Autokauf hinaus, weil deren real verfügbare Einkommen der Ausgabensituation nicht annähernd angepasst seien.

Verunsicherung durch Diskussion um E-Mobilität und fehlende E-Autos

Außerdem gebe es kein ausreichendes Angebot an bezahlbaren Kleinwagen. Hinzu komme die weiter zunehmende Verunsicherung, welchen Kurs die Regierung bei der Verkehrs- und Klimapolitik einschlagen wird. „Ob der nur für das Jahr 2024 geplante Umweltbonus in der geplanten Höhe noch zu beantragen ist, steht aufgrund der Haushaltsdiskussion momentan in den Sternen“, beschreibt Peckruhn die Lage.

ZDK-Vizepräsident und Sprecher des Fabrikathandels, Thomas Peckruhn, fürchtet weiter sinkende Neuzulassungen für das neue Jahr, auch weil die Aufträge aus 2023 fehlen.(Bild:  Promotor)
ZDK-Vizepräsident und Sprecher des Fabrikathandels, Thomas Peckruhn, fürchtet weiter sinkende Neuzulassungen für das neue Jahr, auch weil die Aufträge aus 2023 fehlen.
(Bild: Promotor)

Auch im gewerblichen Bereich werde sich die in diesem Jahr rückläufige Auftragslage bei den Neuzulassungen im kommenden Jahr niederschlagen. Hinzu komme die vielfach angespannte Kostensituation in den Unternehmen.

Der Gebrauchtwagenmarkt wächst, aber nur sehr langsam

Die Besitzumschreibungen werden laut dem ZDK im Jahr 2024 wohl das dritte Jahr in Folge nicht den Umfang der vorherigen Jahre erreichen, aber trotzdem wieder leicht wachsen, da Gebrauchtwagen für viele Menschen bezahlbare Mobilität bieten. Zuletzt, per Ende November, war die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent auf knapp 6 Millionen Einheiten gestiegen .

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