„Auto Bild“-Werkstatttest: Porsche-Betriebe können nicht glänzen
Die acht geprüften Werkstätten übersahen im Test durchschnittlich knapp ein Drittel der eingebauten Mängel. Besonders schlecht schnitt die Zuffenhausener Werksniederlassung ab.

Die Zeitschrift „Auto Bild“ hat den Porsche-Werkstätten in ihrem aktuellen Werkstatttest kein gutes Zeugnis ausgestellt. Die acht überprüften Werkstätten fanden nur 71,9 Prozent der eingebauten Fehler. Das sei die schlechteste Quote aller Premiummarken in den letzten zehn Jahren, berichtet die „Auto Bild“ in Ausgabe 51 (Erscheinungstag: 23. Dezember 2016).
Für den Test präparierte die Redaktion gemeinsam mit der Dekra acht Porsche 911 mit jeweils sechs Mängeln. Darunter: ein eingerissenes Wischblatt, Kühlwasser unter Minimum und eine lose Unterbodenverkleidung. Diese Fahrzeuge gaben die Journalisten zur Inspektion in sieben Porsche-Vertragswerkstätten sowie in die Werksniederlassung in Zuffenhausen. Und letztere erhielt im Test sogar nur die Gesamtnote „mangelhaft“. Die Mitarbeiter der Niederlassung fanden nur zwei der sechs präparierten Fehler.
Testsieger wurde Löhr Sportfahrzeuge in Koblenz. Das Unternehmen erhielt als einzige Werkstatt die volle Punktzahl bei der Arbeitsleistung, bekam aber wie alle getesteten Autohäuser Abzüge beim Service. In dieser Kategorie schaffte kein Kfz-Betrieb eine bessere Note als „befriedigend“. Das lag an der nach Ansicht der Tester oft überhöhten Preisgestaltung.
Konkret bemängelt „Auto Bild“ in einem Betrieb beispielsweise 75 Euro für das Ab- und Anschrauben von vier Rädern, in einem anderen 26 Euro für das Anklipsen neuer Wischerblätter. Eine dritte Werkstatt habe 54 Euro für das Beseitigen von Laub in den Lufteinlässen verlangt, was jedoch eigentlich Bestandteil der Wartungspauschale sei.
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