Autoaid: Neuartige Onlinediagnose
Im Rahmen der Automechanika präsentiert Autoaid ein selbstlernendes Diagnosesystem. Dieses setzt nicht nur auf aktuelle Daten, sondern auch auf das kollektive Wissen, das in den Werkstätten vorhanden ist.
Im Rahmen der Automechanika präsentiert das Berliner Unternehmen Autoaid erstmals ein selbstlernendes Diagnosesystem, das ausschließlich online funktioniert. Das auf Client-Server-Technologie basierende System setzt nicht nur auf aktuelle Daten, sondern auch auf das kollektive Wissen, das in den Werkstätten vorhanden ist, und verknüpft diese intelligent miteinander.
Bei Autoaid gibt der Nutzer zunächst die Symptome des beanstandeten Fahrzeugs ein. Bereits nach Eingabe weniger Buchstaben oder Begriffe werden ihm bereits bekannte Symptome durch das System angeboten – gestaffelt nach der Häufigkeit dieses Fehlers bei dem jeweiligen Fahrzeugmodell. Diese Autovervollständigung soll die Suche erheblich vereinfachen. Der Werkstattmitarbeiter kann sich für eines der angebotenen Symptome entscheiden und startet anschließend die Diagnose. Jetzt liefert der Autoaid-Server die relevanten Diagnosedaten über mögliche Fehlerquellen.
Selbstwachsendes System
Das System verfügt über eine Feedback-Funktion, um die die geführte Fehlersuche laufend ergänzt wird: Der Werkstattmitarbeiter erweitert die Datenbank, indem er die vorhandenen Vorschläge für Ursache und Lösung des Problems ohne großen Aufwand bestätigt. So fungiert nach der Idee von Autoaid jeder Nutzer gleichzeitig auch als Datenquelle und sorgt dafür, dass die Menge und Genauigkeit der Informationen im System schnell anwachsen sollen. Laut Unternehmensangaben soll sich aufgrund dieser Funktionen die Suchzeit für die Werkstätten auf Dauer um 80 Prozent reduzieren.
Über die Diagnoseinformationen hinaus soll das System auch Reparaturdaten und Wartungsdokumente enthalten. Auch möchte Autoaid das Wissen der Anwender, die beispielsweise alternative Lösungswege eingeben und das System so weiter anreichern können, nutzen. Belohnt wird diese Mitwirkung durch Freidiagnosen.
Bei den Fahrzeugdaten soll derzeit eine ausreichende Abdeckung bei voller Diagnosetiefe für die Fabrikate des VW-Konzerns, für Ford und Opel bestehen. Bis Ende 2010 soll dieser Status bei 22 Marken erreicht sein. Interessierte Unternehmen können sich auch im Rahmen der Automechanika für eine kostenlose Erprobungsphase bei Autoaid melden.
Halle 9.1, Stand E32
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