E-Fuels-Projekt des ZDK Autodoktoren werben in Brüssel für Synthetik-Sprit

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die als Autodoktoren bekannten Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch werben in Brüssel für den Einsatz von E-Fuels im Autotank. In einem Expertengespräch im EU-Parlement berichteten sie vom E-Fuels-Projekt des ZDK.

In Brüssel auf E-Fuels-Tour: (v. l.) ZDK-Hauptgeschäftsführer Kurt-Christian Scheel, „Autodoktor“ Holger Parsch, Uniti-Geschäftsführer Matthias Plötzke, MdEP Jens Gieseke und „Autodoktor“ Hans-Jürgen Faul. (Bild:  ProMotor)
In Brüssel auf E-Fuels-Tour: (v. l.) ZDK-Hauptgeschäftsführer Kurt-Christian Scheel, „Autodoktor“ Holger Parsch, Uniti-Geschäftsführer Matthias Plötzke, MdEP Jens Gieseke und „Autodoktor“ Hans-Jürgen Faul.
(Bild: ProMotor)

Die Kfz-Meister Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch, aus ihrem TV- und Youtube-Format als „Die Autodoktoren“ bekannt, haben am Dienstag in Brüssel in einem Expertengespräch im EU-Parlament über ihre Erfahrungen mit strombasierten E-Fuels berichtet. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des ZDK, des ADAC und der Uniti hatten die beiden Kfz-Experten über viele Monate ein mit E-Fuels betanktes Fahrzeug in ihrem Werkstattalltag eingesetzt.

„Keine Unterschiede im Fahrbetrieb im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen und keinerlei technische Auffälligkeiten oder Probleme – aber CO2-neutral unterwegs.“ So lautet das Fazit der „Autodoktoren“ Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch in einem Expertengespräch im EU-Parlament zum Thema „E-Fuels in der Praxis“.

Auf Einladung von Jens Gieseke, Abgeordneter der EVP-Fraktion im EU-Parlament, informierten sie Parlamentarier und Vertreter verschiedener Organisationen über ihre Praxiserfahrungen. Zusammen mit Dr. Kurt-Christian Scheel, ZDK-Hauptgeschäftsführer, und Matthias Plötzke, Uniti-Geschäftsführer Europa, diskutierten sie über die Notwendigkeit des Einsatzes von E-Fuels und die damit verbundenen Chancen.

Klimaneutrale Kraftstoffe sind unverzichtbar

Für den ZDK betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel: „E-Fuels bieten die Möglichkeit, die vielen Millionen Pkw und Lkw mit Verbrennungsmotor im Kfz-Bestand ohne technische Anpassungen in die Klimaschutzbemühungen einzubeziehen. CO2-neutrale Kraftstoffe sind damit ein unverzichtbarer Baustein der Energiewende im Verkehr. Dabei haben wir im Blick, dass die Europäische Union ihre Entscheidung zu den CO2-Flottengrenzwerten 2026 überprüfen wird. In vielen europäischen Ländern ist ein schneller Hochlauf der Elektromobilität schwierig. Auch deswegen müssen wir synthetische Kraftstoffe als Option offenhalten.“

Einen weiteren Schwerpunkt des Expertengesprächs bildete der vom EU-Ministerrat Ende März beschlossene Kompromiss zur Ausgestaltung der CO2-Flottengrenzwerte. Dem EU-Kompromiss zufolge sollen Verbrenner-Pkw, die ausschließlich mit E-Fuels betrieben werden können, auch nach 2035 neu zugelassen werden können.

Die Runde war sich einig, dass praxistaugliche Regeln notwendig seien, um den Produktionshochlauf klimafreundlicher Kraftstoffe anzureizen. Uniti-Geschäftsführer Matthias Plötzke: „Mit E-Fuels beschleunigen wir die CO2-Einsparungen im Verkehr spürbar. Dafür bedarf es der Möglichkeit ihres Einsatzes sowohl im Bestand als auch bei zukünftigen neuen Pkw und Lkw. Weitere notwendige Signale an Marktakteure und Investoren würden ambitionierte Mindestmengenquoten für E-Fuels im gesamten Verkehrssektor und eine Besserstellung synthetischer Kraftstoffe gegenüber herkömmlichen bei der Energiebesteuerung bilden.“

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