E-Autos aus China Bratzel für Verhandlungen statt für Schutzzölle

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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Autoexperte Prof. Stefan Bratzel hält es für wichtig, chinesische Hersteller dazu zu bringen, durch lokale Produktion Wertschöpfung in Europa zu schaffen. Mit Strafzöllen werde die EU chinesische E-Auto-Hersteller langfristig nicht aufhalten.

Chinesische E-Auto-Hersteller wie BYD könnten schon bald gezwungen sein, höhere Zölle zu zahlen.(Bild:  Wehner - VCG)
Chinesische E-Auto-Hersteller wie BYD könnten schon bald gezwungen sein, höhere Zölle zu zahlen.
(Bild: Wehner - VCG)

Autoexperte Prof. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) sieht die angekündigten EU-Strafzölle kritisch. „Man kann versuchen, die chinesischen Hersteller damit eine Weile im Zaum zu halten“, sagte Bratzel am Dienstag (18. Juni) bei den Automotive Business Days 2024 in Würzburg. Mittel- bis langfristig werde man den Weg der chinesischen Autobauer nach Europa nicht aufhalten.

„Man muss China an den Verhandlungstisch holen, um die Autohersteller dazu zu bringen, Wertschöpfung in Europa zu schaffen“, glaubt Bratzel. Die Chinesen hätten die westlichen Hersteller in den vergangenen Jahrzehnten durch ihre Joint-Venture-Politik genau dazu gebracht. „Das muss die EU auch regulatorisch hinkriegen“, sagte der Autoexperte.