Die erste Ausgabe des autoFACHMANN erschien zu Beginn des Lehrjahres 1972/1973, im September 1972. Der Preis für das Jahresabo betrug damals 45,60 Mark (gut 23 Euro). Kfz-Auszubildende in Niedersachsen und Berlin mussten allerdings noch ein wenig länger auf das neue Ausbildungsjournal warten. Denn in diesen beiden Bundesländern war der Lehrjahresbeginn bis 1975 noch im April eines jeden Jahres. Er wurde erst 1976 in den September verlegt. Berliner und niedersächsische Ausbildungsbetriebe starteten deshalb erst im April 1973 erstmals in die Ausbildung mit dem autoFACHMAN. Das war aber nicht weiter tragisch. Denn die neue Ausbildungsordnungen für Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker traten erst am 6. Dezember 1973 in Kraft.
Um den Anforderungen des Berufsbildungsgesetzes Rechnung zu tragen, hatte der autoFACHMANN von Anfang an für jedes Lehrjahr einen separaten Schulungsteil. Wie auch heute bereitete er die theoretischen Inhalte der Ausbildung so auf, dass die Lehrlinge Monat für Monat überschaubare Portionen lernen konnten und die Betriebe die Sicherheit hatten, alles notwendige während der Ausbildung vermittelt zu haben. Es gab zwar ein Vorgängermedium, den „Junghandwerker im Kfz-Betrieb“, der enthielt aber lediglich etwa ein Drittel der Schulungsteilinhalte des autoFACHMANN.
Die neue und deutlich fundiertere Form der Wissensvermittlung sollte deshalb über einen neuen Namen sichtbar werden. Schnell etablierte sich der autoFACHMANN in den Kfz-Betrieben, zumal die Azubis auch ihre Ausbildungsnachweise damit führen konnten. Ein Jahr nach der Einführung bekamen rund die Hälfte aller angehenden Kfz-Mechaniker den autoFACHMANN von ihrem Ausbildungsbetrieb.
Der autoFACHMANN deckte damals folgende Fachbereiche ab:
Fertigkeiten,
Kraftfahrzeugkunde,
Kfz-Mechanik,
Kfz-Elektrik,
Werkstoffkunde,
Fachrechnen,
Fachzeichnen,
besondere, fachgebundene Vorschriften,
Wirtschafts- und Sozialkunde.
Im Heft und digital
Den großen Vorteil, nämlich den Leitfaden durch die notwendigen theoretischen Ausbildungsinhalte, bietet der autoFACHMANN nach wie vor – und zwar sowohl im gedruckten Heft als auch in der im Abo-Preis ebenfalls enthaltenen Digital-Variante. Außerdem ermöglicht er es, den Azubis das Wissen durch die digitalen Lektionen mit vielen Übungen und Animationen auf vielfältige Weise näher zu bringen.
Ausbildungsbetriebe können für ihre Azubis im ersten oder zweiten Ausbildungsjahr zudem bereits zwischen einer volldigitalen und einer hybriden Variante wählen. Für das dritte und vierte Lehrjahr bietet autoFACHMANN zusätzlich zur Kombination aus gedruckten Heften und ergänzenden E-Lektionen die Möglichkeit, die gedruckten Texte digital als Pdf-Datei herunterzuladen und die Kenntnisnachweise digital zu bearbeiten. Das bietet insbesondere großen Ausbildungsbetrieben eine höhere Flexibilität.
Die Kombination aus Heftbeiträgen und digitaler Ergänzung entspricht auch aktuellen Ergebnissen der Leseforschung. Rund 130 internationale Leseforscher haben in der sogenannten Stavanger Erklärung im Jahr 2018 bestätigt: Papier ist nach wie vor das beste Lesemedium für längere Texte – vor allem, wenn es um ein tieferes Verständnis der Texte und um das Behalten geht. Das gelte nach wie vor für alle Altersklassen, also für Schüler und Studenten genau so wie für ältere Menschen.
Das Lesen langer Texte sei zudem von unschätzbarem Wert für eine Reihe kognitiver Leistungen wie Konzentration, Aufbau eines Wortschatzes und Gedächtnis. Daher sei es wichtig, dass man das Lesen langer Texte als eine unter mehreren Leseformen bewahre und fördere. Digitale Medien hätten nach ihrer Einschätzung dagegen Vorteile bei zusätzlichen Erläuterungen über Videos, Grafiken, Animationen und Übungen.
Beim autoFACHMANN bietet die digitale Variante zudem große Vorteile bei der Bearbeitung der Kenntnisnachweise. Denn ein digitales Berichtsheft, das alle Abonnenten ohne Zusatzkosten nutzen können, rundet das Angebot ab.
Stand: 08.12.2025
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