Autofachmarkt: Einfach verführerisch

Autor / Redakteur: Norbert Rubbel / Norbert Rubbel

Wie man Ersatzteile und Zubehörartikel werbewirksam und verkaufsfördernd präsentiert, zeigen die Fachmärkte mit ihrem breiten und tiefen Sortiment. Bei der Gestaltung ihrer Shops orientieren sie sich an dem Verhalten der Konsumenten.

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Die gut platzierten Ersatzteile und Zubehörartikel in den Fachmärkten sollen die Kunden zu Spontankäufen einladen.
Die gut platzierten Ersatzteile und Zubehörartikel in den Fachmärkten sollen die Kunden zu Spontankäufen einladen.
(Bild: Carat)

Es ist ein wenig ruhig um sie geworden, doch es gibt sie noch: die Autofachmärkte des freien Servicemarkts. Einige Kritiker meinen, dass das Fachmarktkonzept im Zeitalter der Digitalisierung und der onlineaffinen Verbraucher keine Zukunft mehr hat. Andere Marktbeobachter sind von diesem Betriebstyp fasziniert. Die wohl bekannteste Fachmarktkette ist ATU. Dagegen führen die Konzepte der freien Teilegroßhändler wie Autopartner und Auto-Plus eher ein Mauerblümchendasein.

Im Gegensatz zum Filialunternehmen von ATU sind die Fachmärkte der Großhändler inhabergeführt. Vieles haben sie aber gemeinsam: das großflächige Shopangebot mit einem breiten und tiefen Sortiment sowie vier bis zehn angeschlossene Werkstattboxen und Serviceleistungen für alle Fabrikate. Etwa zwei Drittel der Umsätze stammen aus dem Werkstattgeschäft. Den Rest erwirtschaften die Fachmarktbetreiber mit ihrem stationären Einzelhandel und im Onlinegeschäft – mit dem Verkauf von Ersatzteilen, Zubehör, Rädern und Reifen. Ihre Standorte liegen meist an der Peripherie der Städte. Sie verfügen über gute Verkehrsanbindungen und ein großzügiges Parkplatzangebot.