GDV Autoglas-Schäden kosten Versicherer fast zwei Milliarden Euro

Von Jakob Schreiner 1 min Lesedauer

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Kaputte Windschutzscheiben, Seitenfenster und Rückleuchten führen zu immer höheren Kosten. Im vergangenen Jahr haben die deutschen Autoversicherer dafür eine Rekordsumme gezahlt, wie der Gesamtverband der Versicherer mitteilt. Drei Faktoren treiben die Preise in die Höhe.

Im Schnitt kostete die Reparatur eines Glasschadens 2024 rund 900 Euro. (Bild:  Schreiner – VCG)
Im Schnitt kostete die Reparatur eines Glasschadens 2024 rund 900 Euro.
(Bild: Schreiner – VCG)

Die Reparatur und der Austausch von Autoscheiben wird immer teurer: 2024 zahlten deutsche Autoversicherer die Rekordsumme von fast zwei Milliarden Euro für rund 2,2 Millionen Glasbruchschäden an kaskoversicherten Pkw. Das geht aus aktuellen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Im Durchschnitt kostete ein Glasbruch-Schaden im vergangenen Jahr 900 Euro – ein Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für die Preissteigerung nennt der GDV drei Hauptgründe: Erstens erhöhen die Autohersteller seit Jahren kontinuierlich ihre Ersatzteilpreise. Windschutzscheiben kosten heute über 50 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren, bei Rückleuchten beträgt der Anstieg sogar fast 90 Prozent.

Entwicklung der durchschnittlichen Schadenhöhe 2014 bis 2024 (zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken).(Bild:  GDV)
Entwicklung der durchschnittlichen Schadenhöhe 2014 bis 2024 (zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken).
(Bild: GDV)

Zweitens steigen die Werkstattstundensätze – allein im vergangenen Jahr um rund acht Prozent. Und drittens macht der technische Fortschritt die Reparaturen aufwendiger: „Ein Assistenzsystem macht auch den Austausch einer einfachen Windschutzscheibe teurer, weil Sensoren und Kamerasysteme neu kalibriert werden müssen", erklärt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Versicherer schrieben zuletzt Verluste

Die höheren Reparaturkosten schlagen sich nicht nur bei Glasschäden nieder, sondern bei nahezu allen Schadenarten in der Kfz-Versicherung. In den vergangenen zwei Jahren machten die Kfz-Versicherer deshalb Verluste von insgesamt rund fünf Milliarden Euro. Viele Versicherer haben daraufhin ihre Beiträge angepasst. Für 2025 rechnet der GDV zwar mit einer Rückkehr in die versicherungstechnische Gewinnzone, geht aber weiterhin von hohem Preisdruck aus.

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