Autoglasreparatur: Spezialisten sind gefragt

Autor / Redakteur: Norbert Rubbel / Norbert Rubbel

Norman Kristen und seine beiden Mitarbeiter haben sich auf die Reparatur und den Austauschen von Scheiben aller Fahrzeugmarken spezialisiert. Die meisten ihrer Kunden werden über das Internet auf den Glasfachbetrieb aufmerksam.

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Viele Autofahrer lassen ihre beschädigten Frontscheiben von spezialisierten Glasfachbetrieben austauschen, die über qualifizierte Mitarbeiter verfügen.
Viele Autofahrer lassen ihre beschädigten Frontscheiben von spezialisierten Glasfachbetrieben austauschen, die über qualifizierte Mitarbeiter verfügen.
(Bild: Rubbel)

Was tun, wenn die Wartungsintervalle immer länger werden, die Reparaturaufträge tendenziell sinken und die Erträge im Werkstattgeschäft schrumpfen? Ausschau nach profitablen Geschäftsfeldern halten. Das tat auch Norman Kristen. Erst im April dieses Jahres eröffnete er sein Autoglas-Zentrum-Wetterau im Gewerbepark von Wölfersheim. Gut drei Monate später verbuchte er bereits 100 Verglasungen. Sein ehrgeiziges Ziel: „Etwa 30 Verglasungen im Monat sollte man mit drei Mitarbeitern durchführen können.“ Drei wichtige Kriterien sprechen dafür, dass er dies schafft:

  • Im Marktgebiet von Norman Kristen nördlich von Frankfurt am Main sind rund 80.000 Autos zugelassen. Somit ist der Fahrzeugbestand für den Austausch und die Reparatur von Scheiben relativ groß.
  • Fünf bis acht Prozent aller Fahrzeughalter besitzen ein Auto mit einem Glasschaden, den sie in der Regel von einem Fachbetrieb beheben lassen.
  • Norman Kristen ist Partner des Werkstattkonzepts „Autoglas-Spezialist“ (AGS). Das bedeutet, dass der Neutraublinger Konzeptgeber ihn beim Scheibeneinkauf mit Einkaufsvorteilen von bis zu 50 Prozent unterstützt, mit einer speziellen Glasersoftware ausgestattet hat und ihm bei der Abrechnung mit den Versicherungen hilft.

„Im letzten Jahr regulierten die Versicherungen in Deutschland circa 2,1 Millionen Glasbruchschäden“, erläutert AGS-Vertriebsleiter Andreas Lange das Marktpotenzial für Glasfachbetriebe. Rechne man die Glasschäden mit, die die Fahrzeugbesitzer nicht beseitigen lassen, so käme man sogar auf vier Millionen Schäden pro Jahr. Beim Austausch einer Frontscheibe blieben dem Betrieb nach Abzug der Kosten unterm Strich etwa 400 Euro übrig. „Das ist ein Verdienst, der nirgendwo anders in der Werkstatt erzielt wird“, betont der AGS-Vertriebsleiter.