EU AI Act Autohändler müssen KI-Nutzung bis August 2026 überprüfen

Von Silvia Lulei 6 min Lesedauer

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Der EU AI Act tritt im August vollständig in Kraft und stellt den deutschen Automobilhandel vor erhebliche Herausforderungen. Viele Händler, Makler und Leasinggesellschaften nutzen KI-Tools – oft ohne es zu wissen. Allerdings liegt die Verantwortung beim Anwender. Es drohen Millionenstrafen.

Es ist inzwischen geübte Praxis, Fahrzeugfotos mit künstlicher Intelligenz zu erstellen oder zu bearbeiten. Aber Achtung: Ab August 2026 unterliegen diese Bilder laut EU AI Act der Kennzeichnungspflicht und sind urheberrechtlich nicht schützbar.(Bild:  Pixelconcept)
Es ist inzwischen geübte Praxis, Fahrzeugfotos mit künstlicher Intelligenz zu erstellen oder zu bearbeiten. Aber Achtung: Ab August 2026 unterliegen diese Bilder laut EU AI Act der Kennzeichnungspflicht und sind urheberrechtlich nicht schützbar.
(Bild: Pixelconcept)

Der Countdown läuft: In weniger als zwei Jahren müssen deutsche Autohändler, Makler, Leasinggesellschaften und Online-Marktplätze ihre Nutzung künstlicher Intelligenz auf den Prüfstand stellen. Das niederländische Technologieunternehmen Imagin Studio, das Automotive-Visuals erstellt, fordert die Branche dringend zum Handeln auf. Der Grund: Das EU-Gesetz über künstliche Intelligenz (EU AI Act) wird am 2. August 2026 vollständig wirksam – und viele Unternehmen sind darauf nicht vorbereitet.

„Der Automobilhandel hat KI im Marketing und Merchandising schnell eingeführt, aber die Regulierung holt nun auf", warnt Martijn Versteegen, CEO und Mitgründer von Imagin Studio. „Viele Unternehmen sind sich noch nicht bewusst, dass sie ihren Kunden mitteilen müssen, wenn KI zur Erzeugung oder Veränderung von Fahrzeugbildern eingesetzt wurde. Das hat direkte Auswirkungen auf das Vertrauen und die Konversionsrate."