FCA Autohaus Cöster in finanzieller Schieflage

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

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Der Kasseler Fiat-Betrieb, der sich seit langen Jahren auf den Ersatzteilehandel spezialisiert hat, kann ohne einen neuen Investor nicht weitermachen. Die Suche nach Interessenten gestaltet sich schwierig.

(Bild:  Rehberg / »kfz-betrieb«)
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Bereits Anfang April hat das Amtsgericht Kassel die vorläufige Insolvenzverwaltung bei der Autohaus Cöster GmbH angeordnet. Wie die vorläufige Insolvenzverwalterin Jutta Rüdlin auf Anfrage mitteilte, werden derzeit sowohl ein Investor für den Gesamtbetrieb als auch Interessenten für die Teilbetriebe des Familienunternehmens gesucht. Der Stellantis-Vertragspartner (Fiat, Abarth und Dodge-Service) beschäftigt derzeit 55 Mitarbeiter.

Größter freier Teilehändler im Fiat-Netz

Bei Cöster steht seit Jahren der freie Handel mit Original-, Ident- und Zubehörteilen im Fokus – der Kfz-Betrieb verfügt über 5.000 Quadratmeter Lagerfläche und hält dort nach eigenen Angaben 40.000 Positionen vor. Seit 2010 war Cöster das größte, freie Ersatzteileleistungszentrum im Fiat-Netz. Dieses Geschäftsfeld habe zuletzt einen Umsatzanteil von 85 Prozent ausgemacht. Dementsprechend gering war der Anteil des Fahrzeughandels und der Werkstatt am Gesamtgeschäft – das letzte jährliche Absatzvolumen wollte die Rechtsanwältin allerdings nicht nennen.