Die großen Autohändler Deutschlands 2025 Autohaus Gotthard König – Zurück zu den Wurzeln

Von Jens Rehberg 10 min Lesedauer

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Wie anderswo in der Autobranche auch, werden in Berlin die liquiden Mittel derzeit eher zusammengehalten als großzügig verteilt. So sponsort König wieder verstärkt die lokale Fußballjugend statt Hertha BSC. Und auch in anderen Bereichen sortiert man sich um.

Der ehemalige Berliner Autobahnrasthof Dreilinden gehört seit zwei Jahren der König-Gruppe – nach dem Umbau steht jetzt auch das künftige Nutzungskonzept fest. (Bild:  Autohaus König)
Der ehemalige Berliner Autobahnrasthof Dreilinden gehört seit zwei Jahren der König-Gruppe – nach dem Umbau steht jetzt auch das künftige Nutzungskonzept fest.
(Bild: Autohaus König)

König-Chef Dirk Steeger umschreibt die aktuellen Rahmenbedingungen in der Kfz-Branche so: „2024 und 2025 sind Überlebensjahre“. Dabei habe die Autoindustrie, aber auch das Kfz-Gewerbe, auf ihrer anhaltenden Talfahrt die sprichwörtliche Wand nur knapp verfehlt. Angefangen mit den Zinssteigerungen 2022 und der damit verbundenen Vervielfachung der Lagerbestandskosten – „bei uns in der Spitze um den Faktor Sieben“ – über den plötzlichen Umweltbonus-Stopp bis hinein in eine Phase, in der die Herstellerpartner die Händlerhöfe mit Neuwagen geradezu überfluteten. Da sich die verunsicherten Verbraucher in stabiler Kaufzurückhaltung übten, hatte die König-Gruppe alle Hände voll zu tun, die teuren Fahrzeugbestände so schnell wie möglich auf ein erträgliches Maß hin abzubauen.

Enttäuscht ist Dirk Steeger im Rückblick nicht zuletzt von der Politik. „Die Flaute setzte sich bis in den Gebrauchtwagenmarkt fort, weil die Menschen schlicht keine Notwendigkeit mehr gesehen haben, ein Elektrofahrzeug zu kaufen.“ Denn neben dem Abbruch der zuvor fest zugesagten Fördermaßnahmen habe der politische Wille gefehlt, die Elektromobilität beispielsweise über eine Erhöhung der Energiesteuer auf Benzin anzuschieben.