Autohaus Gottwald: Das Herz schlägt für Ford
Mit Hartnäckigkeit und Leidenschaft für das blaue Oval war es dem Jessener Servicebetrieb Anfang der neunziger Jahre gelungen, einen Händlervertrag zu ergattern.
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Der Besuch des Task-Force-Teams von Ford wenige Monate nach dem Mauerfall kam unangekündigt und genau im falschen Moment: Günter Gottwald und sein Sohn Jürgen waren gerade dabei, Altteile in ihrer kleinen Werkstatt in Jessen zu verschrotten, und weder der Betrieb noch die beiden Eigentümer waren auf Hochglanz poliert. Folglich fiel das Urteil des Kölner Herstellers verheerend aus: Die Werkstatt käme als künftiger Ford-Händler nicht infrage.
Doch Günter Gottwald ließ sich von dieser Absage nicht beeindrucken. Mit der Unterstützung eines Bekannten reiste er gemeinsam mit seinem Sohn in die alten Bundesländer, um in einem Odenwälder Ford-Autohaus die Abläufe eines Markenbetriebs besser kennenzulernen. Und weil neue und gebrauchte Fahrzeuge in dieser Zeit so begehrt waren wie kaum ein anderes Gut, schloss Günter Gottwald einen Kooperationsvertrag mit dem Ford-Betrieb im Westen. Jeden Mittwoch fuhr sein Sohn mit mehreren Rentnern in einem Ford Transit in den Odenwälder Betrieb, abends ging es dann mit neuen und gebrauchten Fords sowie Ersatzteilen zurück in die Heimat, wo die Käufer bereits Schlange standen.
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