Autohaus „Gute Fahrt“ ist insolvent
Der sächsische Traditionshändler „Gute Fahrt“ hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz beantragt.
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Das sächsische Autohaus „Gute Fahrt“ (VW, Audi, VW Nutzfahrzeuge) in Riesa steht vor dem Aus. Seit 23 Jahren ist das Unternehmen für Volkswagen und Audi tätig. Nachdem eine Bank aber nun einen Kredit kündigte und ihre Forderungen fällig stellte, droht die Zahlungsunfähigkeit. Geschäftsführer Kurt Hähnichen hat daraufhin in der vergangenen Woche die Insolvenz beantragt.
Das Amtsgericht Dresden hat das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet und den Wuppertaler Rechtsanwalt Stefan Hahn mit dessen Verwaltung beauftragt. Hahn muss jetzt als Sachverständiger prüfen, ob ein Eröffnungsgrund vorliegt und wie die Aussichten stehen, das insolvente Unternehmen fotzuführen. Gegenüber der sächsischen Zeitung erklärte er: „Ich bin optimistisch, dass uns ein Neustart gelingt. Die Voraussetzungen dafür sind sehr gut.“
Eigensanierung angestrebt
Der Volkswagen- und Audi-Händler beschäftigt 96 Mitarbeiter und ist mit drei Betrieben in Riesa, Oschatz und Strehla vertreten. Im Jahr 2011 meldete „Gute Fahrt“ einen Jahresumsatz von rund 21 Millionen Euro.
Geschäftsführer Kurt Hähnichen bekräftigte auch im Gespräch mit »kfz-betrieb«, dass er optimistisch sei, das Unternehmen weiterführen zu können. Derzeit sei er mit den Herstellern Volkswagen und Audi im Gespräch. Neben Verlusten aus Leasingrückläufern sei einer der Auslöser der Insolvenz ein seit Jahren schwelender Rechtsstreit mit einer Autovermietung. Dabei gehe es um ungerechtfertigt erhaltene Nachlässe – Audi hatte danach die entsprechenden Verkaufshilfen zurückbelastet.
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