Autohaus Heinrich Göbel: Individuell überleben

Autor Dr. Dominik Faust

Konformität sichert noch kein Überleben. Das belegen jene Autohäuser, die einst viel Geld in CI-Vorgaben ihrer Hersteller gesteckt haben und heute ohne Händlervertrag dastehen. Das Mercedes-Autohaus Göbel in Frankfurt setzt da lieber auf Individualität.

Stefan Göbel am von ihm vertriebenen Kaffeeautomaten.
Stefan Göbel am von ihm vertriebenen Kaffeeautomaten.
(Bild: Faust / »kfz-betrieb«)

Ich versuche nicht, aus meinen Betrieben einen Leuchtturm zu machen“, sagt Inhaber Stefan Göbel in Anspielung auf den luxuriösen Leuchtturm der Marke Mercedes-Benz in Berlin. Als Vermittler muss er sich wie alle anderen rund 425 autorisierten Servicepartner und 109 Vertreter an die CI-Vorgaben des Programms 3D Black der Daimler AG halten. Doch er sieht Spielräume: „Alle Standards erfülle ich, behalte mir aber vor, dabei individuell zu bleiben.“ Im Gespräch mit »kfz-betrieb« rät er seinen Kollegen dazu, sich auf ihre jeweiligen individuellen Rahmenbedingungen und Örtlichkeiten zu besinnen.

Göbel selbst geht mit gutem Beispiel voran. So hat er seine Betriebe in Frankfurt und Langen zwar auf 3D Black umgestellt, aber dabei auch eigene Akzente gesetzt. So etwa mit einem individuellen Kaffeeautomaten. Die Zutat für das Heißgetränk stammt von der Kaffeegroßrösterei A. Joerges in Obertshausen. Sie liefert ihre Hausmarke „Gorilla“, weshalb der gemeinsam mit dem Autohaus Göbel vertriebene Kaffeevollautomat das Branding „Gorillas & Cars“ trägt.