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Sein Marktgebiet hat das Kreuztaler Toyota-Autohaus voll im Griff: Mit rund zehn Prozent liegt der regionale Marktanteil des Familienunternehmens deutlich über dem Bundesdurchschnitt des japanischen Fabrikats. Stark ist das Autohaus auch im Gewerbekundengeschäft: Rund ein Drittel der Neuwagen vermarktet es an die begehrten kleinen Flotten wie Pflegedienste, Handwerker oder Forstbetriebe. In Summe setzen die vier Betriebe jährlich zwischen 700 und 800 Neuwagen ab.
Ein zentrales Vertriebs- und Kundenbindungsinstrument ist dabei die siebenjährige Neuwagengarantie: Sie setzt sich aus einer dreijährigen Neuwagengarantie von Toyota und einer vierjährigen Keller-Garantie zusammen. „Wir binden so die Kunden langfristig an uns, eröffnen weitere Kaufpotenziale und schaffen die Basis für einen weiteren Autokauf“, schildert Bohn die Vorteile.
Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht Wolfgang Keller auch, dass sich die Mitarbeiter voll mit dem Unternehmen identifizieren: „Wir arbeiten viel und feiern dafür auch kräftig“, schmunzelt der Geschäftsführer. Auch hier zeigt er sich überaus kreativ: So war bei der letzten Weihnachtsfeier eine Panzerfahrt sowie eine Dampferfahrt auf dem Rhein angesagt.
Um seine Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, fördert er die betriebliche Altersvorsorge und investiert kräftig in Fortbildungsmaßnahmen. Gleichzeitig setzt der Kreuztaler Betrieb auf striktes Controlling und analysiert jedes Geschäft und jede Maßnahme sehr genau. Nicht immer sind diese mit hohen Kosten verbunden: „Wir haben beispielsweise unter unseren Betrieben einen Wettbewerb ausgelobt, wer die meisten E-Mail-Adressen von Kunden sammelt“, schildert Wolfgang Keller.
Gegen Neuzulassungsrückgang gestemmt
Bislang ist das Autohaus mit seinem besonderen strategischen Ansatz immer genau richtig gefahren und hat selbst in den Jahren, in denen die Toyota-Neuzulassungen deutschlandweit deutlich rückläufig waren, eine Art Sonderkonjunktur gehabt. So machte auch die Tsunamikatastrophe 2011 mit den anschließenden Produktionsausfällen bei dem japanischen Hersteller dem 50. Firmenjubiläum keinen Strich durch die Rechnung. Ganz im Gegenteil – der Betrieb stellte in diesem Jahr einen Verkaufsrekord auf.
Jetzt steht das Autohaus vor einer neuen Herausforderung: Durch die Rückkehr des Importeurs zum einstufigen Vertriebsnetz fällt seit dem 1. Juni 2016 für das Unternehmen das Händlergeschäft weg. Bange ist Wolfgang Keller dennoch nicht: „Wir werden ganz sicher keinen Gang zurückschalten, sondern haben ganz klar vor, unseren Wachstumspfad fortzusetzen.“
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