Autohaus Louis Dresen: Weiter auf Wachstumskurs

Autor / Redakteur: Susanne Kilimann / Julia Mauritz

Mit Opel hat die Erfolgsgeschichte der Dresen Gruppe aus Neuss begonnen. Kürzlich kamen ein Ford und ein Skoda-Autohaus hinzu.

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Ponyreiten, Geschicklichkeitsparcours und sogar Rundflüge mit dem Helikopter – für das Familienfest in Euskirchen hat die Geschäftsleitung ein großes Programm auf die Beine gestellt. Zum Feiern gab es schließlich einen guten Grund: Mit dem Ford-Autohaus im Euskirchener Industriepark hat die Louis Dresen GmbH ein weiteres Autohaus übernommen und ihr Markenportfolio sowie das Servicespektrum am Standort weiter ausgebaut. Dresen bleibt auf Wachstumskurs. Wo andere schließen, legt das Unternehmen zu. Neben Ford in Euskirchen kam Anfang des Jahres noch ein Opel-Haus in Gelsenkirchen unters Dresen-Dach. Und für den Standort Bad Münstereifel wurde ein Servicevertrag mit Skoda abgeschlossen.

Seit 33 Jahren stehen Peter und Beata Dahlmann an der Spitze der Dresen-Gruppe. Dabei war die Leitung eines Autohauses in ihrer Lebensplanung eigentlich nicht vorgesehen: Anfang der siebziger Jahre studiert das junge Paar Jurisprudenz. Beiden schwebt eine Anwaltkarriere vor. Doch dann stellt das Leben die Weichen anders: 1975 stirbt Beatas Vater an einem Herzinfarkt, und weil der Sohn die Firma des Vaters auf keinen Fall übernehmen will, steht für die Dahlmanns eine große Entscheidung an: Anwaltskanzlei oder Autohaus? Das Paar nimmt die unerwartete Herausforderung an und führt das Familienunternehmen „Louis Dresen“ weiter.

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Mit drei Opel-Autohäusern und insgesamt 90 Mitarbeitern gingen Beata und Peter Dahlmann 1975 an den Start. Seither ist die Louis Dresen GmbH zu einem Automobilimperium gewachsen: 15 Autohäuser, eine Autovermietung, ein Autoteile- und Zubehörmarkt sowie ein Clean-Car-Service firmieren heute unter dem Dach der Dresen-Gruppe. Das Markenportfolio umfasst die Marken Opel, Ford, Citroën, Honda Automobile und Honda Motorrad, Chevrolet, VW und Audi sowie Nissan, Kia und Saab.

Die Dresen-Gruppe hält Beteiligungen an anderen Autohausgruppen und deckt ein breites Dienstleistungsspektrum ab. Weit mehr als 450 Mitarbeiter gehören heute zum Unternehmen. Dresen-Hauptsitz ist die „Automeile“ Moselstraße in Neuss, wo auf rund 20.000 Quadratmetern Fläche Neu- und Gebrauchtwagen sowie verschiedene Serviceleistungen angeboten werden. Im Rhein-Ruhr-Gebiet hat die Dresen GmbH einen Marktanteil von knapp 30 Prozent. „40 Prozent sind unser Ziel“, sagt Dahlmann. Größe sei wichtig, weil ein großer Händler besser mit den Herstellern verhandeln könne – vor allem, wenn es um Rabatte gehe.

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Nicht weit vom heutigen Stammsitz stand die Wiege des traditionsreichen Familienunternehmens. In der Innenstadt von Neuss hatte Louis Dresen im Jahr 1874 eine kleine Firma gegründet. Von Automobilen war damals freilich noch nicht die Rede. Gründer Dresen handelte vielmehr mit Fahrrädern und Nähmaschinen. 1925 sattelte der Betrieb auf Autos um und ging eine bis heute währende Vertragshändler-Liaison mit Opel ein.

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