Automotive Business Award 2025 Autohaus Rhein bevorzugt Teams statt Tresen

Von Jakob Schreiner 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein Verkehrsunfall löst bei Kunden Stress und Unsicherheit aus – und in Autohäusern einen komplexen Verwaltungsaufwand. Das Autohaus Rhein hat die Schadenaufnahme digitalisiert und in ein Teams-Meeting gepackt. Seither laufen die Prozesse auf beiden Seiten besser, was den BMW-Händler als Gewinnerbetrieb beim Automotive Business Award qualifiziert.

Digitale Unfallberatung in Aktion: Sarah von Brunn, Unfallmanagerin im Autohaus Rhein, bespricht mit einem Kunden per Teams-Meeting den Schadenfall.(Bild:  Schreiner – VCG / Screenshot)
Digitale Unfallberatung in Aktion: Sarah von Brunn, Unfallmanagerin im Autohaus Rhein, bespricht mit einem Kunden per Teams-Meeting den Schadenfall.
(Bild: Schreiner – VCG / Screenshot)

Viele Kfz-Betriebe dürften diese Situation aus dem Werkstattalltag kennen: Ein Kunde mit Unfallschaden kommt unangemeldet in den Betrieb, mehrere andere warten bereits ungeduldig in der Cafeteria auf ihren Termin, während der Serviceberater zwischen Kundenbetreuung, Terminplanung und Unfallaufnahme jongliert. „Teilweise saßen vier Kunden gleichzeitig vor dem Tresen und mussten warten“, erinnert sich Sarah von Brunn, die das neue Unfallmanagement beim Autohaus Rhein in Würzburg betreut. Insbesondere für Geschäftskunden war das schwierig und führte zu nervigen Wartezeiten.

Die BMW-Handelsgruppe gehört mit ihren insgesamt 22 Standorten in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu Deutschlands größten Autohändlern und beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter. Die beschriebene Situation wird bei kleineren Standorten der Gruppe zu einer noch größeren Herausforderung: „In den kleineren Betrieben sitzen zwei Serviceassistentinnen, die im Tagesgeschäft sehr viele Aufgaben haben und nebenbei dann auch noch die Unfallabwicklung übernehmen“, erklärt Christian Schneider, Serviceleiter der Rhein Gruppe. Zudem führten hin und wieder fehlende Dokumente und unvollständige Informationen zu Problemen bei der späteren Abrechnung mit Versicherungen. Diese Erkenntnis hat man zum Ausgangspunkt gemacht, um das Schadenmanagement auf neue bzw. digitale Füße zu stellen.