„Weber & Diel“-Übernahme Autohaus Schade wächst mit Hyundai

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der in der Mercedes-Welt verwurzelte Händler stärkt sein zweites Standbein Hyundai mit einer Übernahme in Fulda. In den fünften Standort für die Koreaner soll auch die Marke Xpeng einziehen.

Neue Zusammenarbeit: Holger Schade (l.), geschäftsführender Gesellschafter der Schade-Gruppe, und Matthias Weber, der seinen Hyundai-Standort zum 1. Juli in die Schade-Gruppe überführt.(Bild:  Schade-Gruppe)
Neue Zusammenarbeit: Holger Schade (l.), geschäftsführender Gesellschafter der Schade-Gruppe, und Matthias Weber, der seinen Hyundai-Standort zum 1. Juli in die Schade-Gruppe überführt.
(Bild: Schade-Gruppe)

Das Autohaus Schade wächst weiter mit der Marke Hyundai. Dazu übernimmt die Autohausgruppe mit Standorten in Hessen und Thüringen laut einer Pressemitteilung zum 1. Juli das Hyundai-Autohaus Weber & Diel in Fulda in Form eines Asset Deals. Der neue Betrieb ist für Schade der fünfte Standort für die Koreaner nach Eisenach, Bad Salzungen, Meiningen und dem erst vor wenigen Wochen gestarteten benachbarten Standort Bad Hersfeld. Fulda ist dabei der erste Marken-exklusive Hyundai-Standort der Gruppe.

Die Weber & Diel Automobile GmbH ist einer der ersten Hyundai-Händler in Deutschland und startete vor 33 Jahren als neu gegründetes Autohaus mit den Koreanern. Firmengründer Matthias Weber hatte damals (im Jahr 1992) als Verkäufer in einem anderen Autohaus den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und den Betrieb mit heute 31 Mitarbeitern, davon 3 Auszubildende, aufgebaut, die übernommen werden. Der bisherige Inhaber bleibt als Centerleiter im Betrieb tätig, um die „Kontinuität in der Führung und die regionale Verwurzelung des Standorts“ zu gewährleisten.

Weber & Diel ist ein klassischer Hyundai-Händler ohne weitere Standorte, ein Unternehmensnachfolger stand nicht bereit. Nach dem Start mit Hyundai in Bad Hersfeld sei man ins nachbarschaftliche Gespräch gekommen, erzählt Firmeninhaber Holger Schade auf Anfrage von »kfz-betrieb«. „Aus diesem Gespräch und weiteren Folgeterminen haben sich Optionen ergeben“ – mit dem jetzt bekannt gewordenen Ausgang.

Xpeng kommt mit nach Fulda

Der neue Schade-Standort hat eine Fläche von rund 5.000 Quadratmetern mit einem 400 Quadratmeter großen Schauraum, die Werkstatt verfügt über 500 Quadratmeter. Die aktuell gültige Hyundai-CI ist umgesetzt, Umbauarbeiten sind nicht nötig. Dort verkaufte der Hyundai-Partner bislang 300 Neuwagen und 250 Gebrauchte. Damit kommt die Schade-Gruppe ihrem Ziel näher, künftig mit den Koreanern 1.000 Neuwagen im Jahr abzusetzen.

Eine Neuerung bringt die Schade-Gruppe dennoch nach Fulda mit: die chinesische Marke Xpeng. Sie wird am neuen Standort integriert, nachdem Schade das Fabrikat bereits in Bad Hersfeld und Gotha/Schwabhausen vertreibt.

Der Verkauf von Weber & Diel fügt sich ein in den Branchentrend hin zu größeren Einheiten, der geprägt ist von wachsenden Anforderungen der Hersteller, die eine Einbindung in größere Strukturen fördern und fordern. Schade hatte im Zuge der Netzumstrukturierung der Marke Hyundai ein erweitertes Verkaufsgebiet erhalten und an mehreren Standorten Hyundai nach dem „Shop-in-Shop“-Prinzip an Mercedes-Standorte angegliedert.

Weber & Diel: Ein passender Zukauf

„Wir freuen uns, das Team von Weber & Diel in der Autohaus-Schade-Gruppe willkommen zu heißen“, wird Holger Schade, geschäftsführender Gesellschafter des Autohauses Schade, in der Pressemitteilung zitiert. „Die langjährige Erfahrung, das kompetente Team und die gewachsenen Kundenbeziehungen in Fulda passen hervorragend zu unserer Unternehmensphilosophie. Gemeinsam werden wir den Standort zukunftsorientiert weiterentwickeln.“

Das Autohaus Schade zählt mit bisher 670 Mitarbeitenden – darunter 130 Auszubildende – an neun Standorten zu den größeren deutschen Automobilhandelsgruppen und erwirtschaftete mit dem Absatz von knapp 4.000 Neu- und Gebrauchtwagen einen Umsatz von rund 165 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren hat die Gruppe ihr Angebot gezielt um neue Marken erweitert – neben Hyundai auch Maxus und Xpeng –, um zusätzliche Potenziale im Vertrieb und Service zu erschließen.

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