Autohaus Sölter in finanzieller Schieflage
Die niedersächsische Handelsgruppe mit 186 Mitarbeitern hat Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenregie gestellt.

In Niedersachsen hat die Autohandelsgruppe Sölter mit fünf Betrieben in Wunstorf, Stadthagen, Neustadt und Alswede in der vergangenen Woche Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt. Wie unter anderem die „Schaumburger Nachrichten“ vermelden, hat Geschäftsführer Constantin Knabe ein Verfahren in Eigenverwaltung beantragt – das Amtsgericht Hannover habe ihm daraufhin zur Fortführung des Betriebs Rechtsanwalt Ingo Thurm als Sanierungsgeschäftsführer sowie Rechtsanwalt Torsten Gutmann als vorläufigen Sachverwalter zur Seite gestellt. 186 Beschäftigte sind insgesamt von der vorläufigen Insolvenz betroffen.
Wie Knabe der Zeitung sagte, habe er mit dem Gang zum Gericht frühzeitig reagiert – eine Sanierung sei deshalb möglich und auch sein erklärtes Ziel.
Vor acht Jahren hatte der Händler gemeinsam mit seinem Bruder Christopher die Firma in Wunstorf gegründet und in der Folge mehrere insolvente Autohäuser aufgekauft. Möglicherweise zu schnell, wie er nun gegenüber der Zeitung einräumte. Zudem hätten ihm der härter werdende Wettbewerb sowie schrumpfende Margen zu schaffen gemacht. Speziell für ihn als VW-Händler sei außerdem problematisch gewesen, dass immer mehr VW-Jungwagen von Volkswagen-Mitarbeitern privat angeboten würden.
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