Autohaus Südmersen ist insolvent

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Der Ford- und Opel-Vertragshändler Hans-Otto Südmersen hat am Montag beim zuständigen Amtsgericht in Hameln die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

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Der Ford- und Opel-Vertragshändler Südmersen GmbH & Co. KG in Hameln hat am Montag beim zuständigen Amtsgericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. „Wir sind diesen Weg frühzeitig gegangen“, sagte Geschäftsführer Hans-Otto Südmersen am Freitag im Gespräch mit »kfz-betrieb«. „So haben wir jetzt noch einige Monate Zeit.“ Die ersten Gespräche mit potenziellen Kaufinteressenten seien gut verlaufen.

Die beiden involvierten Hersteller unterstützen den 61-jährigen Unternehmer. „Wir können in allen Bereichen uneingeschränkt weiterarbeiten“, sagt der Händler. Der Fahrzeugbestand bleibt unangetastet.

Zuletzt vermarktete Südmersen in Hameln rund 600 Neufahrzeuge jährlich, davon kamen etwa 80 Prozent von Ford – die zweite Volumenmarke Opel hat der Händler erst seit 2005 im Programm. Das Autohaus verkaufte früher ein deutlich größeres Volumen. „Vor ein paar Jahren hatten Ford und Opel zusammen über 20 Prozent Marktanteil, 2011 waren es noch 13 Prozent.“ Das Unternehmen sei nicht in der Lage gewesen, die Kostensituation den stetig gesunkenen Roherträgen anzupassen. Dabei hätten allerdings noch andere Faktoren neben den Marktanteilsverschiebungen im Neuwagenmarkt eine Rolle gespielt.

Was die Fortführung des Betriebs angeht, ist Südmersen dennoch optimistisch. Die Stellung im Markt sei gut. „Es gibt im Umkreis von circa 50 Kilometern keinen weiteren Ford-Händler“, sagt er.

Die 1953 gegründete Südmersen GmbH & Co. KG beschäftigt an zwei Standorten in Hameln und Rinteln (nur Service) 45 Mitarbeiter. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht in Hameln Rechtsanwalt Robert Pinter aus Bad Münder bestellt, der sich auf Anfrage ebenfalls zuversichtlich äußerte: „Wir haben einen ordentlich strukturierten Betrieb, auch die Belegschaft ist in vollem Umfang dabei.“ Der Betrieb werde daher zunächst auf jeden Fall bis 30. November im Antragsverfahren fortgeführt.

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