Übernahme Ebert-Gruppe expandiert nochmals mit Ford

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Binnen eines guten Jahres hat sich die Ebert-Gruppe mit Ford ein gewichtiges neues Standbein geschaffen. Inzwischen gehören fünf Standorte mit Ford-Bezug zur Autowelt Ebert. Dabei wird es nicht bleiben.

Das Autohaus Weismann in Frankenthal ist seit Anfang August Teil der Auto-Ebert-Gruppe.(Bild:  Ebert Automobile)
Das Autohaus Weismann in Frankenthal ist seit Anfang August Teil der Auto-Ebert-Gruppe.
(Bild: Ebert Automobile)

Die Auto-Ebert-Gruppe mit Sitz in Weinheim an der Bergstraße baut ihr Ford-Standbein weiter aus. Seit dem 1. August gehört das Autohaus Weismann aus Frankenthal zur Unternehmensgruppe. Der Betrieb bietet auf seinem 10.500 Quadratmeter großen Gelände derzeit den Service für die Marken Ford und Opel an. Ebert selbst ist mit dem Fabrikat aus Köln erst seit Kurzem als Vertriebspartner aktiv; zuvor gehörte der Fokus über Jahrzehnte der Marke Mercedes-Benz, später kam Skoda hinzu.

Die Verbindung zu Ford startete Auto-Ebert-Geschäftsführer Bernd Baldus im Frühjahr 2023, als die Gruppe den Ford-Händler Knapp, ebenfalls in Weinheim ansässig, übernahm. Danach kamen drei weitere Standorte in Hockenheim, Sandhausen und Bensheim hinzu, wo die Gruppe nun ebenfalls Ford-Neuwagen verkauft. Frankenthal ist nun der fünfte Standort mit Ford-Bezug.

Der Grund für den Verkauf ist branchentypisch: Firmeninhaber Volker Weismann hatte laut Baldus keinen Nachfolger für den in zweiter Generation geführten Familienbetrieb, der 1960 startete. Nach den derzeitigen Plänen wird der Weismann-Betrieb zunächst unter der Marke „Ford Knapp“ firmieren. Den Service-Vertrag für Opel will die Autohausgruppe am Standort ebenfalls weiterführen, „so lange es Sinn ergibt“. Die Mitarbeiter werden alle weiterbeschäftigt, die Standortleitung übernimmt eine Führungskraft aus der Auto-Ebert-Gruppe.

Geografische Expansion

Strategisch ist die Übernahme ein weiterer Baustein der Diversifikation und geografischen Expansion. Die Ebert-Gruppe hat mit Ford neben Mercedes und Skoda inzwischen eine dritte Volumensäule, dazu kommen im Pkw-Bereich Umsätze mit Ergänzungsmarken wie Maxus, Microlino und KG Mobility (ehemals Ssangyong) sowie die amerikanischen Liebhabermarken Dodge, RAM oder Corvette. Regional stärkt Ebert mit der Übernahme seine Position im Großraum Heidelberg-Mannheim.

Neben dem Ford-Service bietet Weismann auch den Service für Opel an. Künftig kommt noch der Skoda-Service dazu.(Bild:  Ebert Automobile)
Neben dem Ford-Service bietet Weismann auch den Service für Opel an. Künftig kommt noch der Skoda-Service dazu.
(Bild: Ebert Automobile)

Dass Weismann derzeit ein Gebrauchtwagen- und Servicebetrieb ist, schreckt Bernd Baldus nicht. Er ist vom Wert der beiden Geschäftsfelder überzeugt und hat die Sparten schon in anderen Standorten nachhaltig gestärkt. Den vorhandenen Platz in der Weismann-Werkstatt will er daher künftig für eine deutliche Ausweitung des Servicegeschäfts nutzen, den Kunden aber auch Angebote aus der Ebert-Markenwelt machen.

Ford-Strategie für Wachstum

Neben dem Ford- und Opel-Service kommt der Skoda-Service in Frankenthal hinzu, schließlich ist der Anteil der Tschechen am deutschen Fahrzeugbestand in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die vorhandenen Räume werden nun umgebaut, um die Skoda-CI zu integrieren. „Platz haben wir dafür genug“, berichtet Baldus.

Ins Gespräch gekommen waren die beiden Unternehmen letztlich gegenseitig – „die fehlende Nachfolge stieß auf Expansionsinteresse“, schmunzelt Baldus. Dazu kommt, dass Ford Deutschland vom Wachstumskurs der Autohausgruppe überzeugt ist und Übernahmen unterstützt, da der Händlerstatus für viele Ford-Betriebe keine Zukunftsoption mehr ist – oder sie im Zuge der laufenden Netzanpassung keinen neuen Händlervertrag mehr bekommen. Dass Auto Ebert mit Ford in der Region weiter expandieren will, „ist inzwischen in Händlerkreisen bekannt“, berichtet Baldus. Die Weismann-Übernahme wird folglich nicht die letzte gewesen sein.

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