Autohausarchitektur: Erst planen, dann bauen
Egal ob ein Bauherr neu baut oder seinen Betrieb modernisiert – er sollte sich Unterstützung von fachkundigen Architekten und Unternehmen holen. Denn falsch geplante Baumaßnahmen können die Kosten enorm in die Höhe treiben.

Jeder fünfte Inhaber eines Kfz-Betriebs hat in diesem Jahr sein bestehendes Unternehmen erweitert oder umgebaut. Dies ergab die Branchenindexbefragung der Redaktion. Erstaunlich ist, dass 35 Prozent der Inhaber von freien Werkstätten und 19 Prozent der Vertragshändler notwendige Baumaßnahmen in Eigenregie durchführen wollen. Das ist keine gute Idee. Denn vor jeder Bauplanung müssen sich die Investoren eine Reihe von Fragen beantworten. Zum Beispiel: Ist das Grundstück für den Bau geeignet? Ist ein Baugrundgutachten erforderlich? Welche gesetzlichen Vorgaben müssen die Bauherren erfüllen? Welche haustechnischen Einrichtungen (Heizung, Beleuchtung, Elektro) eignen sich für das Bauvorhaben?
Die meisten Betriebsinhaber sind in der Regel Laien, wenn es um einen Neu- oder Umbau geht. Sie sollten Spezialisten hinzuziehen, um Fehlplanungen und hohe Kosten zu vermeiden. „Fachkenntnisse besitzen Architekten, die mit dem Bau von Autohäusern und Werkstätten vertraut sind und mindestens zehn Kfz-Betriebe bereits geplant und gebaut haben“, sagt Reinhard Beichler, Geschäftsführer der Planungsgruppe Beichler+Rohr. Grundlage für die Planung eines Neu- oder Umbaus sei ein Raumprogramm mit den gewünschten Flächen, das idealerweise vom Bauherrn zu erstellen sei, rät der Bremer Architekt.
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