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Erklärtes Ziel der Firmenleitung ist es, aus Mitarbeitern Mit-Unternehmer zu formen. Die Spreu vom Weizen trennt die jährliche Mitarbeiterbeurteilung, der sich auch die Führungskräfte stellen. Neben einer ausführlichen Befragung zu den selbst gesteckten Zielen und der Eigeneinschätzung des Mitarbeiters ist der 14 Beurteilungskriterien abdeckende Leistungsbogen mit Noten von Eins bis Fünf die Basis der Einteilung des Mitarbeiters in die Stufen A, B und C.
In die Kategorie C fallen alle konservativen und destruktiven sogenannten Minderleister, die die Firmenphilosophie nicht mittragen und wenig oder keine Kundenorientierung haben. Dies sind nach einer Studie der Unternehmensberatung Gallup immerhin 15 Prozent der deutschen Arbeitnehmer. Hier hat die Firma die Messlatte hoch gelegt – in fünf Jahren will man ein 80/20/0 Prozent Unternehmen sein. Die Anstrengungen zeigen bereits Wirkung: Hochmotivierte Mitarbeiter der Kategorie A stellen derzeit 24 Prozent der Belegschaft – deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt von 15 Prozent.
Genaue Bewerberselektion
Jobanwärter durchlaufen einen neunstufigen Einstellungsprozess. Der Betrieb will bereits in der Bewerbungsphase herausfinden, ob der Neue in die Firmenfamilie passt. Das Autohaus Levy ermutigt seine Mannschaft. Es sucht nicht nach individuellen Fehlern, sondern lobt diejenigen Mitarbeiter, die etwas richtig machen. Finanziell zeigt sich die Firma generös: Nach zehn Jahren Betriebszugehörigkeit gibt es nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Krügerrand. „Für die erfolgreiche Vermittlung von neuen Mitarbeitern gibt es ordentlich Kohle für den ‚Headhunter‘, denn wir werden den angepeilten Umsatz mit der vorhandenen Personaldecke nicht stemmen können“, erklärt Serviceleiter Bohne.
Doch Geld ist nicht alles. Daher startete Yana Gulnik kürzlich ein neues Projekt: Das Autohaus will die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter besser kennenlernen. Frank Bohne verdeutlicht den Ansatz: „Motivation über Geld funktioniert nur begrenzt, und so manchem Mitarbeiter wäre ein Tag mehr Urlaub lieber. Die Menschen haben unterschiedliche Interessen. Daher verpufft ein Restaurantgutschein bei jemandem, der lieber zu Hause isst. Wir wollen für die richtige Leistung in Zukunft auch das richtige ‚Goodie‘ anbieten können.“
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