Automechanika 2016: Brücke zur Werkstatt von morgen

Die 24. Automechanika bietet für jeden etwas

| Autor: Edgar Schmidt

Im September findet in Frankfurt die 24. Auflage der Automechanika statt.
Im September findet in Frankfurt die 24. Auflage der Automechanika statt. (Bild: Messe Frankfurt/Jochen Günther)

Die Mobilität und der Service der Zukunft sind zwei Kernthemen auf der Automechanika, die vom 13. bis 17. September auf dem Frankfurter Messegelände stattfindet. Den Blick in die nahe und ferne Zukunft hat die Messe in diesem Jahr in der Festhalle gebündelt: Hier präsentiert sie unter dem Thema „Tomorrow‘s Service & Mobility“ einerseits aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der alternativen Antriebe und andererseits neue Produkte und Dienstleistungen für die Digitalisierung der Geschäftsprozesse in einem Autohaus.

Als Fahrzeug steht zum Beispiel ein auf vollelektrischen Antrieb umgerüsteter Orten E 75 AT mit Leichtbaukoffer und Ladebordwand auf dem Gelände. Der Lkw hat trotz E-Antrieb 30 Prozent mehr Nutzlast als das dieselbetriebene Serienfahrzeug und eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern. Unter anderem ZF präsentiert darüber hinaus an einem Konzeptfahrzeug, welches Potenzial die Vernetzung von Fahrwerks-, Antriebs- und Fahrerassistenzsystemen bietet.

Um die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander wird es in einem „Future Communication Case“ gehen. Hier zeigt die Messe, wie künftig die Fahrer zweier Autos über ihre Kennzeichen eine Verbindung miteinander aufbauen können. Solche Dienste sollen auch Werbung im Auto für beispielsweise die nächste Inspektion ermöglichen.

Außerdem präsentiert die Messe alle Produkte erstmals in der Festhalle, die mit dem „Automechanika Innovation Award“ ausgezeichnet werden. Weiterhin bietet die Halle kreativen Start-ups und jungen, innovativen Unternehmen aus Deutschland eine Bühne: Sie können ihre Produkte und Dienstleistungen auf einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Gemeinschaftsstand zeigen. Anmeldungen dafür sind noch bis zum 8. Juli möglich.

Alles für die Werkstatt

Auch die Keimzelle der Automechanika, der Bereich „Repair & Maintenance“, kommt natürlich nicht zu kurz: Hier bieten die Hallen 8 und 9 alles, was das Herz eines Werkstattmitarbeiters begehrt. Aussteller sind mittelständig geprägte Werkstattausrüster genauso wie Global Player aus dem Ersatzteilbereich.

Wer wissen will, welche digitalen Technologien künftig in der Werkstatt Einzug halten, wird wieder in der Festhalle fündig. Hier kann man sich zum Beispiel anschauen, wie schon bald die sogenannte Augmented Reality einen Kfz-Mechatroniker in der Werkstatt unterstützen kann. In einem Szenario von morgen werden Fahrzeuge online diagnostiziert und passgenau in die Werkstatt beordert. Mit einer Augmented-Reality-Brille ausgestattet, erkennt der Kfz-Mechatroniker dann in der Werkstatt die technischen Defizite und kann bei Bedarf einen Experten per „remote Support“ zuschalten. Benötigte Ersatzteile kommen dann just-in-time aus einem 3D-Drucker.

Spaß bei den Mechanic Games

Für Spaß sollen die neuen Mechanic Games sorgen. Diesen Wettkampf im Stile der Highland Games veranstaltet die Messe gemeinsam mit dem Verein freier Ersatzteilmarkt e. V. (VREI) an den speziellen Werkstatt-Tagen (16. und 17. September).

Wie schon 2014 bietet die Automechanika an den letzten beiden Messetagen wieder ein auf Werkstattmitarbeiter zugeschnittenes Angebot von Produkten und Workshops. Viele Aussteller haben an den beiden Tagen spezielle Ansprechpartner und Aktionen für Werkstattpersonal auf ihren Ständen. Und die Messe veranstaltet die Mechanic Games. Im Gegensatz zu den Highland Games müssen die Teilnehmer hier allerdings keine Baumstämme werfen. Vielmehr gilt es Punkte zu sammeln in den Disziplinen: Kolbenheben, Hau-den-Lukas, Racing Car Challenge, Bull Riding, Smart Parcours, 3D-Puzzle, Fußballsimulator, Ringwerfen, Scheinwerfereinstellgerät-Rennen und Carrera-Bahn mit Bike-Antrieb. Die erfolgreichste Frau, der erfolgreichste Mann und das erfolgreichste Team können je 250 Euro Preisgeld abräumen. Wer sich vorab anmeldet, bekommt eine Gratis-Eintrittskarte sowie einen Gutschein für ein Bier und eine Bratwurst.

Weiterbilden auf der Messe

Auch die kostenlosen Weiterbildungen im Bereich der Karosserieinstandsetzung führt die Automechanika in diesem Jahr wieder durch. Sie richten sich an Mitarbeiter von Unfall-Instandsetzungsbetrieben, Kfz-Sachverständige sowie Berufsschullehrer und Ausbilder überbetrieblicher Ausbildungsstätten. Die insgesamt 17 schulenden Unternehmen decken mit ihrem Angebot die gesamte Prozesskette der Unfallschaden-Instandsetzung ab. Die Schulungen dauern jeweils drei Stunden, Teilnehmer bekommen ein Zertifikat. Anmeldungen sind bereits möglich. Wer die Schulungen besuchen möchte, muss sich vorab registrieren – dafür gibt es dann auch eine kostenlose Eintrittskarte. Im Jahr 2014 kamen zu den elf Workshops über 650 Fachbesucher aus 36 Ländern.

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