Automobilhandel im Wandel: „Vom Verkaufs- zum Wohlfühlquadratmeter“

Joachim von Maltzan

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Neue Vertriebsformate, die Digitalisierung und alternative Antriebstechnologien verwandeln die automobile Landschaft. Wollen die Händler noch eine Zukunft haben, müssen sie ihre Unternehmensstrategien überdenken.

(Bild:  Wehner)
(Bild: Wehner)

Ein Auto zu kaufen, wird einfacher werden, als eine Pizza zu bestellen.“ Diese provokante These stellte Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Mercedes-Benz Cars Vertriebs Deutschland, an den Anfang seines Vortrags über künftige Vertriebsformate im Automobilhandel auf den Autovertriebstagen. Diese veranstaltete »kfz-betrieb« Anfang Mai 2019 zum siebten Mal in Würzburg zusammen mit den Sponsoren CG Car-Garantie Versicherungs-AG und Santander Consumer Bank AG – diesmal unter dem Motto: „Roadmap 2029 – Morgen erfolgreich handeln!“ Oder toppte damit die Aussage des VW-Deutschland-Chefs, Holger Santel: Der hatte am Rande des Genfer Automobilsalons gesagt, dass der Autokauf ähnlich einfach werden müsse wie die Bestellung einer Pizza. Der Mercedes-Chef dagegen will den Kaufprozess noch einen Schritt einfacher machen.

Die Aussagen von Oder und Santel verdeutlichen die Veränderungen, vor denen der Automobilhandel in Deutschland steht. Dabei sieht Mercedes-Manager Oder – wie er auf den Autovertriebstagen betonte – durchaus eine Zukunft für den klassischen, standortbezogenen Automobilhandel. Das Kfz-Gewerbe durchlaufe aber einen wichtigen Transformationsprozess, betonte er und stellte klar: „Der physische Handel ist nicht tot. Tot ist nur der langweilige physische Handel.“