Marktkonsolidierung Welche Übernahmen den Automobilhandel 2024 prägten und 2025 kommen

Von Dr. Martin Achter 5 min Lesedauer

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Viele Händlerbetriebe wechselten im Jahresverlauf den Eigentümer – oder Käufer und bisherige Eigner kündigten für 2025 den Verkauf an. Die Deals erfolgten in diversen Markenwelten. Auch gab es wieder zwei große Deals ausländischer Investoren.

Wer werden die Käufer sein? Mercedes-Benz kündigte 2024 an, die noch verbliebenen 80 Niederlassungsbetriebe ganz oder teilweise verkaufen zu wollen. 2025 könnte klar werden, was daraus wird. Im Bild: einer der Standorte des Nürnberger Niederlassungsverbunds.(Bild:  Daimler AG)
Wer werden die Käufer sein? Mercedes-Benz kündigte 2024 an, die noch verbliebenen 80 Niederlassungsbetriebe ganz oder teilweise verkaufen zu wollen. 2025 könnte klar werden, was daraus wird. Im Bild: einer der Standorte des Nürnberger Niederlassungsverbunds.
(Bild: Daimler AG)

Die Marktkonsolidierung schritt auch 2024 voran. Besonders in den Vertriebs- und Servicenetzen der Volkswagen-Konzernmarken und bei Mercedes-Benz (MB) vollzogen Gruppen Übernahmen oder kündigten diese an. »kfz-betrieb« hat anhand von Mitteilungen der Unternehmen das Marktgeschehen ausgewertet. Die redaktionelle Auswertung zeigt: Das Volumen entsprechender Deals 2024 hat gegenüber dem Vorjahr um etwa mehr als ein Fünftel zugenommen. Besonders im Netz von Mercedes-Benz stachen Übernahmen oder Verkaufsankündigungen heraus.

Mercedes-Benz

So kündigte der Hersteller selbst an, nach der Verkaufswelle 2015 nun auch die deutschlandweit etwa 80 noch verbliebenen Niederlassungsbetriebe mit ihren 8.000 Mitarbeitern ganz oder teilweise verkaufen zu wollen. Der Ankündigung zufolge will der Hersteller den Verkauf Betrieb für Betrieb prüfen, potenzielle Käufer genau unter die Lupe nehmen und nicht gleichzeitig alle Betriebe im Paket an einen einzelnen Investor verkaufen. Einzelne Handelsgruppen aus dem Mercedes-Benz-Netz haben bereits ihre Hüte in den Ring geworfen. 2025 könnte es Klarheit geben, wer zum Zug kommt. Allerdings ist nicht klar, ob der Hersteller bereits eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern erzielen konnte.