Viele Händler suchen nach Möglichkeiten, sich breiter aufzustellen. Unter anderem chinesische Hersteller rücken dabei in den Fokus. Für das Geschäft etablierter Marken könnte das aber zur Herausforderung werden. Welchen Wandel neue Marken bringen, erfahren Sie auf den Automotive Business Days 2023.
Aktuell drängt eine chinesische Marke nach der anderen auf den deutschen Markt.
(Bild: Geely/Galaxy)
Ob BYD, Nio, Ora, Wey, Lynk &Co oder Zeekr: Auf dem deutschen Automobilmarkt begibt sich derzeit eine ganze Reihe neuer Automobilmarken an den Start. Doch wie sind deren Erfolgsaussichten? Marc Odinius, Geschäftsführer des Brancheninformationsdienstleisters Dataforce, zeigt auf den Automotive Business Days 2023 am 20. und 21. Juni in Würzburg in einem Impulsvortrag auf, wie und mit welchen Versprechen sich Branchenneulinge den Weg bahnen, welchen Erfolg sie haben können und zu wessen Lasten dieser gehen könnte.
Auffallend bei den neuen Playern ist, dass sich die Vertriebskonzepte voneinander stark unterscheiden: Vom Online-Direktvertrieb bis zum klassischen Händlernetz ist alles dabei. Auf dem Branchenkongress geben zwei China-Marken Einblicke in ihre Ideen und Ziele.
Ora gehört zum Great-Wall-Konzern. Der Importeur für Deutschland ist ein alter Bekannter: die Emil-Frey-Gruppe. 150 Händler hat das Unternehmen bislang ins Netz geholt, 200 sollen es spätestens im nächsten Jahr sein. 7.500 Neuzulassungen stehen für dieses Jahr auf dem Plan. Mit zwei Elektrofahrzeugen: dem bereits erhältlichen Kompakt-Stromer Funky Cat sowie einer Limousine, die zum Jahresende starten soll. Deutschland-Chef Jens Schulz erläutert auf den Automotive Business Days, warum er auf den selektiven Vertrieb mit einem klassischen Händlernetz setzt und was Ora anders machen will als etablierte Marken.
DER TREFFPUNKT FÜR AUTOMOBILVERTRIEB & -SERVICE IN DER DIGITALEN MOBILITÄTSWELT
Auf den Automotive Business Days vom 20. bis 21. Juni 2023 erfahren Sie alles über neueste Entwicklungen rund um den Vertrieb, Service und die Digitalisierung im Kfz-Gewerbe. Praxisbeispiele von Autohäusern und Werkstätten, aber auch aus dem Feld der Herstellerorganisationen zeigen Ihnen, wie sich die Branche auf die Trends von morgen einstellt und neue Konzepte umsetzt. Eine große Branchenausstellung rundet das Angebot ab.
Ora-Händler der ersten Stunde ist Carsten Seitz. Er hat in Niedernberg nahe Aschaffenburg ein Elektromobilitätszentrum eröffnet. Dort stehen E-Bikes, E-Roller sowie Seniorenmobile – und eben Ora-Modelle. Seitz setzt dabei auf ein Store-Konzept. Das bedeutet: Der in einem Gewerbegebiet an einer vielbefahrenen Straße liegende Betrieb ist ein reiner Vertriebsstandort. Den Service übernimmt die Werkstatt am Unternehmensstammsitz im wenige Kilometer entfernten Obernburg. Seitz berichtet auf dem Fachkongress im Vogel Convention Center über die ersten Kundenerfahrungen und seine Pläne mit der chinesischen Marke.
Das Start-up Nio will mit Premium-Elektroautos bei den deutschen Kunden punkten. Nio setzt auf den Online-Direktvertrieb und ein Community-Konzept. Dazu passen die von dem Autobauer selbst betriebenen Nio-Houses in großen Städten, die eher Treffpunkt als Autohaus sind.
Für den Service arbeitet Nio mit dem Flottenspezialisten GAS zusammen. Ein Alleinstellungswerkmal von Nio: Die Autos verfügen über Wechselbatterien, die sich in sogenannten Power-Swap-Stations innerhalb weniger Minuten tauschen lassen. Nio-Service-Chef Andreas Roehl erläutert in seinem Vortrag die Hintergründe und warum auch Autohäuser als Partner interessant sind.
Netzwerken und sich inspirieren lassen
Die Automotive Business Days, die am 20. und 21. Juni 2023 im Würzburger Vogel Convention Center stattfinden, zielen darauf ab, die wichtigsten Branchentrends und Themen aufzuzeigen, die Autohäuser und Werkstätten aktuell bewegen. Deutschlands großer Fachkongress für Automobilhandel und -service hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Teilnehmern wertvolle strategische Impulse sowie praktische Tipps für ihr operatives Geschäft zu liefern.
Veranstaltet werden die Automotive Business Days von der Fachmedienmarke »kfz-betrieb« gemeinsam mit den Businesspartnern Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Deutsche Automobil-Treuhand (DAT), Loco-Soft, Mobile.de und TÜV Nord Mobilität. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an die Entscheider als auch an die Praktiker in den Kfz-Betrieben.
Zu den hochkarätigen Referenten zählen Vertreter von Herstellern und Importeuren sowie Autohäusern und Werkstätten und Branchenexperten, die den Kongressteilnehmern im Rahmen von Best-Practice-Vorträgen ihr Wissen vermitteln. Eine Fachmesse mit innovativen Dienstleistern aus den Bereichen Vertrieb, Service und Digitalisierung rundet die zweitägigen Automotive Business Days ab.
Am 20. Juni steht der Vertrieb im Fokus, am 21. Juni der Service
Am ersten Kongresstag stehen Themen rund um den Vertrieb und die Digitalisierung im Mittelpunkt. Neben den neuen Marken auf dem deutschen Markt geht es um den E-Commerce im Fahrzeugvertrieb sowie um die Frage, wie man als Kfz-Betrieb die jungen Kunden der Generation Z am besten erreicht. Die Transformation des klassischen automobilen Vertriebs hin zu einem breit gefächerten Mobilitätsangebot und strikt kundenorientierten Prozessen bildet den Abschluss des ersten Kongresstags.
Tag zwei widmet sich aktuellen Servicethemen – allen voran der Digitalisierung der Serviceprozesse. Gleichzeitig erfahren die Kongressteilnehmer, wie es gelingen kann, über den Aufbau einer Servicekultur Kunden zu gewinnen und zu halten. Den Abschluss des Kongresses bildet ein Programmteil rund um das Problem, das vor allem Werkstätten an ihre Grenzen bringt: der akute Fachkräftemangel. Beispiele aus dem Handel zeigen: Machtlos ist man auch dagegen nicht, sofern man die richtige Strategie anwendet.
Stand: 08.12.2025
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Die Teilnehmer der Automotive Business Days sind herzlich eingeladen, an der Verleihung des Automotive Business Awards 2023 teilzunehmen. Diese findet am Abend des ersten Kongresstags, dem 20. Juni, im Rahmen einer großen Branchenparty statt. Hier geht es direkt zur Anmeldung.