Autos stehen im Notfall immer schneller

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

In Gefahrensituationen hilft nur Bremsen. Notfalls zählt jeder Meter, um Unfälle zu vermeiden. Das gelingt laut dem ADAC tatsächlich immer besser. In den letzten Jahren ist der Bremsweg im Schnitt deutlich gesunken.

Bremsen sind sicherheitsrelevant – und sie packen im Zusammenspiel mit den Reifen immer besser zu.
Bremsen sind sicherheitsrelevant – und sie packen im Zusammenspiel mit den Reifen immer besser zu.
( Mercedes-Benz)

Dank besserer Verzögerungswerte steigt die Fahrsicherheit immer weiter an. Das zeigt eine Auswertung des ADAC auf Basis von über 500 Bremstests, die der Autofahrerclub in den vergangenen vier Jahren durchgeführt hat. Demnach liegt der durchschnittliche Bremsweg aktueller Pkw, SUV und Transporter im Schnitt bei 36,4 Metern. Vor zehn Jahren erreichten sie den Stillstand im Schnitt erst nach rund 40 Metern.

Am schnellsten steht von allen ausgewerteten Fahrzeugen das Porsche 911 Cabrio, das bei einer Vollbremsung aus 100 km/h nur einen Bremsweg von 31,3 Metern hat (Test im August 2013). Das 911er Coupé kommt übrigens auf einen fast einen Meter längeren Bremsweg, wurde allerdings auch ein Jahr früher getestet. Nicht viel schlechter im Bremsverhalten sind der Jaguar F-Type (32,7 Meter) und der Mercedes SL (33,0 Meter).

Im Volumensegment, in der unteren Mittelklasse, liegen zwei verwandte Modelle aus dem Volkswagenkonzern an der Spitze: der Seat Leon ST 1.6 TDI und der VW Golf Variant 2.0 TDI BMT. Beide kommen auf einen Bremsweg von 33,1 Meter. Damit stehen sie nur unwesentlich schneller als der beste SUV im Testfeld, der Volvo XC 90, getestet im Juni 2015. Er brauchte 33,6 Meter bis zum Stillstand.

Dennoch können die Unterschiede im Bremsweg signifikant sein. Klassenübergreifend den längsten Bremsweg hatte im ADAC-Ranking der Citroën Jumper Combi mit 47,8 Metern (getestet 2014). Bildlich ausgedrückt: An der Stelle, an der der Porsche steht, rauscht der Citroën noch mit 55 km/h vorbei.

Die Fortschritte in der Bremsentechnik kommen sichtbar auch den Kleinwagen zugute. Der Klassenbeste, der Mini One D, stand in dem ausgewerteten Test nach 32,7 Metern. Auch Smart Forfour, Skoda Roomster und Ford Fiesta blieben unter der 35-Meter-Marke.

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