Die großen Autohändler Deutschlands 2024 Autowelt Ebert – Marken in stabiler Größe

Von Andreas Grimm 4 min Lesedauer

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Im Bereich Neuwagen ruht die Ebert-Gruppe inzwischen auf den drei Säulen Mercedes-Benz, Skoda und nun auch Ford. Bei den Herstellern hat der Händler eine relevante Größe erreicht, nun vernetzt er die Säulen intern und will mit Gebrauchtwagen zusätzlich wachsen.

Die Ford-Aktivitäten als drittes Markenstandbein der Autowelt Ebert sind 2024 stark gewachsen.(Bild:  Auto Ebert)
Die Ford-Aktivitäten als drittes Markenstandbein der Autowelt Ebert sind 2024 stark gewachsen.
(Bild: Auto Ebert)

Die Autowelt Ebert setzt den eingeschlagenen Weg fort, das Neuwagengeschäft auf derzeit drei Säulen zu entwickeln. Der historisch mit Mercedes-Benz verbundene Händler aus Weinheim an der Bergstraße hat in den letzten Jahren bewusst Geschäfte jenseits der Premiummarke entwickelt, da aufgrund der Händler- und Niederlassungsstruktur die Möglichkeiten für ein Wachstum durch Zukäufe im Mercedes-Benz-Netz sehr eingeschränkt sind. Neben kleineren Aktivitäten, die nicht zuletzt die Auslastung der Werkstätten sichern – wie die Restauration von G-Klasse-Fahrzeugen, dem Vertrieb und Service von US-Cars oder dem Oldtimergeschäft –, widmeten sich Ebert-Geschäftsführer Bernd Baldus und sein Team zunächst der Stärkung der Skoda-Geschäfte. Ausgehend von einem Standort in Weinheim gehört die Gruppe inzwischen zu den größeren Skoda-Händlern im Land, nimmt Kurs auf 1.500 Neuwagen. Waren zunächst kleinere Standorte dazugekommen, bringt der Skoda-Betrieb in Heidelberg – damals ein Open Point – seit 2018 hohe Stückzahlen.

Nun folgt also die dritte Säule mit Ford als zweiter Volumenmarke. Und das ganz bewusst und trotz des disruptiven Umbaus, in dem sich das Fabrikat derzeit befindet. Denn als Folge der Veränderungen wird der Vertrieb grundsätzlich neu strukturiert, weil in der bisher sehr kleinteiligen Ford-Händlerlandschaft viele Einzelbetriebe aufgrund ihrer Größe den Vertrieb aufgeben oder Anschluss an größere Partner suchen. Selbst die erste Ford-Übernahme – Auto Knapp, in der Region ein großer Ford-Händler mit gutem Namen – wollte aus eigenem Antrieb die Zusammenarbeit mit der nur wenige Meter Luftlinie beheimateten Autowelt Ebert. Inzwischen tragen bereits fünf Ebert-Standorte den Namen Knapp; binnen zwei Jahren ist eine kleine Ford-Gruppe entstanden, mit Betrieben in Weinheim, Bensheim, Sandhausen und Hockenheim sowie zuletzt in Frankenthal. Letzterer ist derzeit als großer Service-Standort konzipiert, steht aber auch beispielhaft für das regionale Ausgreifen der Gruppe – in diesem Fall erstmals über den Rhein hinweg in die Vorderpfalz.