Autowelt König: Normalität nach der Insolvenz

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

Der Geschäftsbetrieb an den Standorten der Autowelt König läuft wieder normal. Im Hintergrund suchen Insolvenzverwalter und Hersteller allerdings intensiv nach einer zukunftsfähigen Lösung – und Investoren.

(Foto: Autowelt König)

Die Suche nach einer zukunftsfähigen Lösung für die Autowelt König mit Sitz in Wunsiedel läuft auf vollen Touren. Wie die vorläufigen Insolvenzverwalter Joachim Exner und Siegfried Beck mitteilten, arbeiten sie an der Rettung des Unternehmens durch den Verkauf an einen oder mehrere Investoren. Dass insbesondere Volkswagen sich dabei direkt engagieren könnte, hatte ein Sprecher von Volkswagen vor einigen Tagen gegenüber »kfz-betrieb ONLINE« allerdings ausgeschlossen. Er bestätigte jedoch, dass sich der Autobauer im Vorfeld der Insolvenz lange und intensiv bemüht habe, eine Sanierung zu erreichen.

Eine Woche nach dem Insolvenzantrag der Autowelt laufen die Geschäfts an den 16 Standorten laut den Insolvenzverwaltern von der Nürnberger Kanzlei Kanzlei Dr. Beck & Partner weitgehend reibungslos. Die Kunden erhalten an den Standorten wieder das gesamte Leistungsangebot an Reparatur und Wartung. Insbesondere könnten die Kunden wieder Neu- und Gebrauchtfahrzeuge aus dem Bestand erwerben.

Noch unklar sei allerdings, wie jenen Kunden geholfen werden könne, die vor der Insolvenz Vorauszahlungen geleistet, aber keine Papiere erhalten hatten, heißt es in einer Mitteilung der Insolvenzverwalter. In dieser Frage soll es möglicherweise kurz nach Ostern gemeinsam mit Volkwagen und Audi eine Lösung geben.

Generell würden Volkswagen und Audi „gemeinsam mit uns an einer Lösung arbeiten, wie wir das Geschäft an den einzelnen Standorten möglichst weiterbetreiben können“, heißt es weiter. Die 620 Mitarbeiter des Unternehmens werden für die Dauer des vorläufigen Insolvenzverfahrens voll weiterbeschäftigt. Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld finanziert.

Die Autowelt König GmbH & Co. KG hatte vergangene Woche Insolvenzantrag gestellt, ebenso die ebenfalls zur Autowelt-Gruppe gehörende AWK Automobile GmbH & Co. KG. Die Krise der Autohandelgruppe, die rund 13.000 Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr verkaufte, war dem Vernehmen nach seit mindestens einem Jahr virulent.

(ID:38927780)