AVL: „Der schnellste Autoscan der Welt“

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Software denkt mit

Ein weiterer XDS-Vorteil ist der „tätigkeitsorientierte Diagnoseaufruf“. Der Anwender muss nicht wissen, in welchem Steuergerät eine gewünschte Servicefunktion, z. B. „Regensensor anlernen“ oder „Serviceanzeige zurücksetzen“, hinterlegt ist. Er wählt bei XDS einfach die gewünschte Tätigkeit aus, den Rest erledigt die intelligente Software für ihn.

Ebenso neu wie arbeitserleichternd ist „IGS“, die automatische Steuergeräte-Identifizierung. Der Werkstattmitarbeiter muss z. B. nicht mehr den exakt verbauten ABS-Typ kennen oder diesen mittels umständlicher Try-and-error-Methode selbst herausfinden. All das erledigt die AVL-Software. Verbessert haben die Diagnoseexperten ihren „Auto-Scan“, die automatische Gesamtfehlerspeicherabfrage. Sie ist laut AVL-Aussage die schnellste der Welt bei Multimarkentestern und bietet jetzt die Möglichkeit, alle eventuell vorhandenen Fehler mittels eines einzigen Mausklicks zu löschen.

Auch den Umfang der diagnostizierbaren Fahrzeuge haben die Macher verbessert, sprich erweitert. So haben sie kürzlich im Pkw-Segment Volvo und Jaguar/Land Rover integriert. Zudem bauen sie das Angebot bei Nutzfahrzeugen kontinuierlich aus. Stichwort Nutzfahrzeuge: Kfz-Betriebe können dank XDS 1000 nicht nur Pkw und Transporter, sondern auch eine Vielzahl an schweren Nutzfahrzeugen sowie Bussen und Anhängern prüfen und warten.

Auf Erfahrungen der Profis setzen

Bereits seit eineinhalb Jahren im Angebot, aber bisher exklusiv vom Werkstattausrüster Carat vermarktet, ist die Diagnosehilfe „Scout“. Dank der geführten Fehlersuche sollen auch Nicht-Diagnoseprofis in die Lage versetzt werden, die Ursachen für bekannte Fehlersymptome rasch aufzudecken und zu beseitigen. Das notwendige Praxiswissen haben die AVL-Macher unter anderem aus Tausenden von Hotline-Problemfällen in das System eingepflegt. Dank einer Feetback-Funktion tragen auch die Werkstätten dazu bei, Scout aktuell zu halten bzw. weiter auszubauen. Von der Software können übrigens auch Nicht-AVL-Anwender profitieren. Sie ist zum Preis von 348 Euro pro Jahr erhältlich.

Damit Werkstattprofis die gesamte Steuergeräte- und Abgasdiagnose-Ausrüstung künftig noch besser verstauen können, löst AVL seine bekannten „DIX“-Stationen durch neue Gerätewagen ab. Das Modular-Diagnostic-System, kurz MDS, setzt auf eine stabile und geschlossene Stahlblechbauweise. Alles ist darin geschützt untergebracht und doch mit einem Griff zu erreichen – z. B. Drucker, Anschlusskabel etc. Das gilt auch für den AU-Dieselmesskopf „Dismoke 480“. Er arbeitet jetzt kabellos via Bluetooth und erspart dem Anwender so lästigen Kabelsalat.

Wer nun meint, dass Neues meist nicht nur gut, sondern auch teu(r)er ist, der ist im Falle AVL auf dem Holzweg. So kostet die neue Software XDS 1000 keinen Cent extra. AVL-Bestandskunden erhalten sie automatisch mit der Update-Version 24, bei neuen Geräten ist sie von Haus aus an Bord. Und ihre modulare Abgasstationen haben die Fürther sogar im Preis gesenkt. Ab 9.280 Euro für die Kombistation ist man dabei. Wenn das mal keine guten Finanzaussichten sind!

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