AVL-Ditest: Kleinstes Interface der Welt

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

AVL Ditest hat seine neue Fahrzeugschnittstelle VCI 1000 vorgestellt. Zudem hat das Unternehmen seine Diagnosesoftware XDS 1000 überarbeitet

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Mit zwölf Zentimetern Länge und fünf Zentimetern Breite ist das VCI 1000 das weltweit kleinste Fahrzeugdiagnose-Interface.
Mit zwölf Zentimetern Länge und fünf Zentimetern Breite ist das VCI 1000 das weltweit kleinste Fahrzeugdiagnose-Interface.
(Foto: AVL)

Der Diagnosespezialist AVL Ditest hat eine neue Fahrzeugschnittstelle entwickelt. Mit einer Länge von zwölf Zentimetern soll das „VCI 1000“ (Vehicle Communication Interface) das weltweit kleinste Fahrzeuginterface sein. Das VCI 1000 unterstützt laut AVL Ditest alle herstellerspezifischen bzw. Standard-Diagnoseprotokolle und Diagnoseschnittstellen. Nutzer sollen es für sämtliche Pkw, Nkw, Trailer und Busse einsetzen können – egal ob 12- oder 24-Volt-Bordnetz.

Den aktuellen Status des VCI 1000 kann der Diagnosefachmann auf einen Blick ablesen: Mittels verschiedenfarbiger Lichtsignale, die von allen Seiten sichtbar sind, bekommt er Statuszustände wie „Spannung anliegend“, „Diagnose läuft“ oder „Fehler festgestellt“ angezeigt. Die Verbindung zur AVL-Ditest-Diagnose XDS 1000 stellt das Interface über einen Industrie-USB-Connector und eine Bluetooth-Schnittstelle mit hoher Sendeleistung her. Das doppelwandige Gehäuse ist laut Hersteller widerstandsfähig gegen Kratzer, Spritzwasser und den Kontakt mit typischen Werkstattflüssigkeiten.

Durchdachte Detaillösungen

Eine Beschädigung der Elektronik z. B. durch Fehlbedienung soll durch umfassende und patentierte Schutzmaßnahmen nahezu unmöglich sein. Für die komfortable Handhabung sorgt eine weiche Griffzone, während die integrierte Taschenlampenfunktion die Suche nach dem Diagnosestecker im Fahrzeug erleichtert. Damit der Anwender das Werkzeug nicht so einfach verliert bzw. vergisst, befindet es sich an einem kaum zu übersehenden Schlüsselband, und ein Piepser meldet, sobald die Verbindung zur Diagnosesoftware unterbrochen wird.

Das VCI 100 ist ab sofort erhältlich – genauso wie die neue Version 2013-01 der Diagnosesoftware „XDS 1000“. Letztere soll dank zahlreicher Optimierungen schnellere Ladegeschwindigkeiten erreichen und eine rasche Bedienung ermöglichen – sogar auf alten, langsamen PCs und Laptops. Die Fahrzeugabdeckung und Diagnosetiefe der Software haben die AVL-Experten weiter ausgebaut: Schwerpunkte bei Pkw sind dabei die Marken Renault, Peugeot und Citroën sowie Fiat, Opel und Ford. Im Fokus der Verbesserungen standen zudem Erweiterungen der Fahrzeugdaten und Funktionen für asiatische Marken wie Nissan und Mazda sowie für die neuesten Fahrzeugmodelle deutscher Hersteller.

Im Nutzfahrzeugbereich können Nutzer mittels XDS 1000 jetzt das gesamte Fahrzeugnetzwerk von MAN Trucks auslesen und diagnostizieren. Auch der neue Mercedes Actros MP 4 ist in der Software bereits enthalten. Die Funktion „Autoscan“ ist zudem in der Lage, aktuell 31 Steuergerätegruppen selbstständig anzufragen – weitere sollen folgen.

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